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Planeten entstehen weiter entfernt vom Stern
24. Mai 2005. Die bisher detailliertesten Messungen von Staubscheiben um junge Sterne haben ergeben, dass sich die Regionen, in der sich erdähnliche, felsige Planeten bilden, erheblich weiter vom Stern entfernt sind als bisher angenommen.


Sternenwiege im Orion Nebel Vergrößerung (96k) (Quelle: ESO).

Diese ersten genauen Messungen von Planeten formenden Regionen liefern wichtige Hinweise auf die anfänglichen Umweltbedingungen die zur Entstehung von Planeten führen. Sehr junge Sterne sind umgeben von dichten, rotierenden Scheiben aus Gas und Staub, die sich nach und nach auflösen indem das Material entweder in den Stern fällt, vom Sternenwind aus dem System geblasen wird, oder sich zu größeren Brocken ansammelt. Dieser Übergang markiert den Wandel von der Sternentstehung zur Planetenentstehung.

Wissenschaftler untersuchten die inneren Regionen der Staubscheiben, in denen die Strahlung des Sterns den Staub stark erhitzt. In diesen Staubscheiben bilden sich die ersten Bausteine für Planeten, wenn kleine Teilchen zusammenstoßen und aneinander haften bleiben und schließlich größere Brocken bilden.

Befindet sich der Staub jedoch zu nah am Stern, verdampft dieser und kein Planet kann entstehen. „Es ist wichtig zu wissen, wo diese Verdampfung beginnt, da sie einen so entscheidenden Einfluss auf die Bildung von Planeten hat,“ sagte John Monnier von der University of Michigan. „Die anfängliche Temperatur und Dichte des Staubs sind wichtige Parameter für unsere Computersimulationen zur Entstehung von Planeten.“

Für die aktuelle Studie beobachteten die Wissenschaftler junge Sterne von eineinhalb Sonnenmassen. „Wir können diese Sterne detaillierter beobachten, da sie heller und damit besser zu sehen sind,“ sagte Monnier.

In den letzten zehn Jahren hat sich unsere Technologie drastisch entwickelt, und mit ihr unsere Ansichten über Systeme, in denen Planeten entstehen. Ursprünglich für korrekt gehaltene Messungen haben sich als ungenau herausgestellt.

Für die aktuelle Studie kombinierten die Wissenschaftler die beiden weltweit größten Teleskope zum Keck Interferometer. Diese Duo kann mit der zehnfachen Auflösung des Hubble Weltraumteleskops in die Geburtsstätten von Planeten blicken. Durch die Kombination der beiden Teleskope erreichten die Wissenschaftler die Fähigkeiten eines Einzelteleskops von der Größe eines Fußballplatzes, aber zu einem Bruchteil der Kosten.      

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Quelle: University of Michigan zur Startseite...



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