Startseite Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt

Astronnomie
Übersicht
Service
Newsletter bestellen
Artikel kommentieren
Artikel empfehlen






Kleinster koronaler Massenauswurf gemessen
12. Mai 2005. Normalerweise sind es die größten Dinge die zu Nachrichten werden, diesmal jedoch zeigte ein internationales Wissenschaftlerteam das die kleinen Dinge genau so wichtig sein können. Sie entdeckten den kleinsten jemals gemessenen koronalen Massenauswurf (coronal mass ejection, CME) auf unserer Sonne.


Ein Negativbild der Sonne zeigt den Ort des Massenauswurfs Vergrößerung(33k) . (Quelle: PPARC).

Ein CME ist eine Explosion, bei der Plasma in den Weltraum geschleudert wird, das manchmal auch die Erde trifft und Satelliten im Orbit beschädigen kann. Die Entdeckung ist eine Überraschung für die Wissenschaftler, da sie frühere Erkenntnisse teilweise umkehrt.

Bisher konzentrierten sich die Studien des Phänomens auf die großen Explosionen, die einfacher zu erkennen sind und die deutliche Spuren auf der Sonne hinterlassen, die manchmal mehrere Milliarden Quadratkilometer groß sein können. Das Team aus Großbritannien, Argentinien, Finnland, Frankreich und Ungarn zeigte nun, das auch Gebiete von der Größe der Erde auf der Sonne diese CME’s hervorbringen kann. Das mag sich groß anhören, ist aber verglichen mit anderen Explosionen auf der Sonne winzig.

CME’s werden wahrscheinlich durch die Entspannung von Verwringungen im Magnetfeld der Sonne verursacht, die viel Energie enthalten. Das ist vergleichbar mit zwei ineinander verdrehten Gummibändern, die sich plötzlich abwickeln. Obwohl die CME sehr klein war, war sie energiereich genug um die Erde zu erreichen. Faszinierender weise waren die magnetischen Feldlinien sogar zehn mal stärker verdreht als bei großen CME’s.

Die Erforschung der CME’s und der Mechanismen die sie verursachen ist bedeutsam, da das Plasma und die beschleunigten Teilchen Satelliten und Astronauten gefährden können und sogar auf der Erde selbst Wirkung zeigen. Auf der Erde verursachen sie die harmlosen Polarlichter, aber sie können auch Stromausfälle verursachen und Radiosignale stören.

Dr. Lucie Green vom University College London sagte: „Früher dachten wir, CME’s seien riesig und involvierten große Teile des Magnetfeldes der Sonne, also basierten alle theoretischen Modelle auf dieser Annahme. Aber diese kleine CME stammt aus einer Region die bei einer Suche nach CME’s normalerweise übersehen würde. Das ist ein spannendes Forschungsgebiet für die Zukunft.“

Da existierende Modelle nur von großen CME’s ausgingen, kann das Team noch keine Aussage darüber machen, wie häufig diese kleinen Ausbrüche sind und wie wichtig sie für das Weltraumwetter sind. Der Ausbruch war so klein, dass er an der Grenze des mit heutigen Instrumenten sichtbaren Bereichs lag. Zukünftige Missionen wie Solar-B, eine Kooperation von Amerikanern, Briten und Japanern, werden in der Lage sein, mehr Details zu erkennen.          

Leserkommentare zu diesem Artikel
tägliche Raumfahrt News mit zusätzlichen Linktipps und Hintergrundinformationen direkt in Ihre MailboxNewsletter jetzt bestellen
Quelle: PPARC zur Startseite...



Verwandte Artikel
Update des Solaren Zyklus...(02. Okt 2004)

Copyright 2004-2005 Raumfahrt24.de Portal für Raumfahrt, Astronomie & Weltraumtourismus Herausgeber: Ingo Froeschmann