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TU Wien, ein Satellit, 250 StudentInnen, 12 Länder
10. Mai 2005. 250 StudentInnen aus 12 europäischen Ländern haben in nur einem Jahr einen weltraumfähigen Satelliten fertiggestellt. Seine All-Mission soll er im Juni erfüllen. Wissenschafter der Technischen Universität Wien standen mit ihrem Know-how und Infrastruktur zur Seite.


Der Satellit wird zum Rütteltest vorbereitetVergrößerung (71k) (Quelle:TU Wien).

Starten soll er im Juni, der in einem europäischen Gemeinschaftsprojekt von 250 Studierenden gebaute SSETI Express Satellit. Die Zusammenarbeit im paneuropäischen Netzwerk von StudentInnen, Universitäten und ExpertInnen, die an der Weltraumausbildungs- und Technologieinitiative für Studenten (SSETI) beteiligt sind, erfolgte über eine an der TU Wien beheimatete internetbasierte Infrastruktur. Nun sieht der SSETI Express Satellit gelassen seiner Mission entgegen: er steht startklar in einem Reinraum der European Space Agency (ESA) bereit.

SSETI Express wurde mit dem Ziel gebaut, als Demonstrationssatellit für den European Student Earth Orbiter (ESEO) zu fungieren. Dieser wiederum soll auf einer Ariane 5 gestartet werden. Der 60 x 60 x 70 cm große SSETI Express wird in seinem Inneren noch drei kleinere "CubeSats", 10 Zentimeter große würfelförmige Testsatelliten mitführen. SSETI Express wird mit einer kommerziellen Cosmos DMC-3 von Plesetsk in Russland seinen Weg in die Umlaufbahn antreten. Der Hauptsatellit SSETI Express wird dazu eingesetzt werden, ein Antriebssystem zu testen und zu charakterisieren, Bilder der Erde zurückzusenden und als Transponder für Amateurfunkanwender dienen.

Mit Lars Mehnen, Assistent am Institut für Grundlagen und Theorie der Elektrotechnik, und Frank Rattay, Wissenschafter am Institut für Analysis und Scientific Computing, war die TU Wien von Anfang an beim SSETI Express mit dabei. Hier wurden viele Teile des UKW Funkmoduls entwickelt und produziert, aber auch Detailarbeit geleistet, wie die Beschaffung von Thermoisolationsfolien oder die Herstellung von Präzisionsboxen und Montagehilfen zum Einbau des Satelliten in die Transportrakete.

"SSETI ist ein Rahmenprogramm, das jetzt von mehreren Studentengruppen verschiedener europäischer Universitäten konkret organisiert wird", so Philippe Willekens vom Education Department der ESA. "Die Gemeinschaft ist auch für andere Studentengruppen offen. Diese einmalige Chance für Studenten ist auch eine einmalige Chance für die ESA zu sehen, dass die junge Generation über ein weites Internet-Verbundsystem mit geringen Ressourcen, jedoch mit viel Enthusiasmus und Energie arbeitet."

SSETI wurde 2000 vom Education Department der ESA mit dem Ziel gegründet, StudentInnen zu ermutigen, sich Kenntnisse über den Weltraum anzueignen, indem sie kleine Satelliten entwickeln, konstruieren und starten. Der Slogan lautet: "Let's launch the dream!" SSETI soll sich zu einem echten Förderungsnetzwerk für alle studentischen Weltraumaktivitäten entwickeln, bei dem die Mitglieder detaillierte Machbarkeitsstudien für einen europäischen Studenten- Mondorbiter (ESMO), einen europäischen Studenten-Mondrover (ESMR) und sogar einen Marsorbiter durchführen.

Die Koordination zwischen den Gruppen erfolgt mit Hilfe eines auf der TU Wien stationierten Newsserver und wöchentlicher Internet Relay Chats (IRCs) sowie über die SSETI-Website. Daten werden über FTP- und verteilte Datenbankserver ausgetauscht. Persönliche Treffen sind eher die Ausnahme als die Regel, wobei sich die Gruppenvertreter alle sechs Monate zu einem Workshop im ESTEC treffen.

Nachdem das vollständige Subsystem an das European Space Technology Centre in den Niederlanden abgeliefert wurde, verfolgen die Studierenden, die am SSETI-Projekt beteiligt waren, den Integrationsprozess durch tägliche Fotoaktualisierungen, das Integrationslogbuch und einer Webcam http://sseti.gte.tuwien.ac.at/WSW4/express4.htm      

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Quelle: TU Wien zur Startseite...



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