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Mehr Sonnenlicht erreicht die Erdoberfläche
09. Mai 2005. Seit mehr als einem Jahrzehnt steigt die Menge an Sonnenlicht, die den Erdboden erreicht, wieder an. Diese Trendumkehr ist in einer groß angelegten Studie über die den Erdboden erreichende Sonnenenergie festgestellt worden. Möglicherweise kann diese Entwicklung den Treibhauseffekt noch verstärken.


Vergrößerung (Quelle:PNL).

Seit in den späten Achtziger Jahren festgestellt wurde, dass seit den Sechziger Jahren das Sonnenlicht, welches die Oberfläche erreichte, um vier bis sechs Prozent zurückgegangen war, wollen Wissenschaftler wissen warum das so ist und wie das mit dem Treibhauseffekt zusammenhängen könnte.

Eine Gruppe um Martin Wild vom Schweizerischen Bundesinstitut für Technologie in Zürich, wo auch das internationale Baseline Surface Radiation Network (BSRN) seinen Sitz hat, hatte frühzeitig mit Oberflächenmessungen und Berechnungen begonnen.

„BSRN begann seine Arbeit erst in den frühen Neunziger Jahren und arbeitet hart an einer Verbesserung älterer Archivdaten,“ sagte Charles N. Long, Mitautor einer BSRN Studie vom Pacific Northwest National Laboratory die am 6. Mai im Wissenschaftsmagazin Science erschien.

„Als wir die neueren Daten untersuchten, kehrte sich der Trend um,“ so Long. Auf der Oberfläche unseres Planeten ist es im vergangenen Jahrzehnt um etwa vier Prozent heller geworden. Dieser Trend wird durch die Daten anderer Instrumente, inklusive Satelliten, unterstützt.

Sonnenlicht, welches nicht durch die Atmosphäre aufgenommen wird oder von Wolken reflektiert wird, trifft auf den Erdboden und erwärmt diesen. Da die Atmosphäre Treibhausgase enthält, hängen die solare Erwärmung und der Treibhauseffekt zusammen.

„Die Atmosphäre wird von unten nach oben erwärmt und mehr Sonnenenergie auf der Oberfläche bedeutet, dass wir schließlich den Temperaturanstieg sehen, den wir durch den Treibhauseffekt erwarten,“ sagte Long. „In der Tat glauben viele, dass wir die Effekte dieser Erwärmung bereits in den sensiblen Klimazonen sehen, in denen Polkappen und Gletscher abschmelzen.“

Die Autoren gingen nicht so weit, eine Ursache für die Umkehr des Trends zu nennen, aber sie machten einen Vorschlag: die Menge und Zusammensetzung von Aerosolen – fester und flüssiger Partikel in der Atmosphäre – könnte sich geändert haben und so die Wolkenbildung verändern . In den letzten zehn Jahren sind weltweit Messstationen in unterschiedlichen Klimazonen eingerichtet worden. „Die genauen und ununterbrochenen Datenreihen dieser Messstationen werden entscheidend zur Bestimmung der Ursachen beitragen,“ sagte Long.        

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Quelle: PNL zur Startseite...



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