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Künstliche Gravitation für Astronauten
06. Mai 2005. Die NASA plant zukünftig eine für Menschen geeignete Zentrifuge zu verwenden, um den Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Organismus entgegenzuwirken.


Vergrößerung (Quelle:NASA).

Die neue Studie wird im Sommer an der University of Texas in Galveston begonnen und vom Johnson Space Centre der NASA geleitet. Eine von der NASA zur Verfügung gestellte Zentrifuge soll bei menschlichen Testpersonen, die sich einer strikten Bettruhe unterziehen, eine Degeneration des Muskel- und Knochenapparates verhindern.

Bettruhe kann einige der negativen Effekte der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper imitieren. Erstmals werden Wissenschaftler so systematisch überprüfen, wie wirksam künstliche Schwerkraft als Gegenmaßnahme bei, zugegeben, simulierter Schwerelosigkeit eingesetzt werden kann.

„Die Vision der Erforschung des Weltraums beinhaltet Ziele jenseits des Mondes,“ sagte Dr. Jeffrey Davis, Direktor der Abteilung Life Sciences am Johnson Space Center. „Diese Studie zur künstlichen Gravitation ist ein wichtiger Beitrag, um entscheiden zu können, ob zukünftige Raumschiffe eine Zentrifuge an Bord haben sollten.“

Für die im Sommer anlaufende Studie werden 32 Versuchpersonen in einer um sechs Grad geneigten Ruheposition 21 Tage mit dem Kopf nach unten verbringen. Die Hälfte der Gruppe wird einmal täglich eine Stunde in der Zentrifuge bewegt, um zu bestimmen, wie viel Schutz diese Behandlung vor der Degeneration bietet. Wie im Bild zu sehen werden die Versuchspersonen liegend so gedreht, dass sie an ihren Füßen einer 2,5-fachen Erdanziehung ausgesetzt sind. Anschließend geht es zurück ins Bett.

„Die Studien werden uns hoffentlich helfen angemessene Regeln für die Verwendung der Zentrifuge aufzustellen und Raumschiffbesatzungen zu schützen und die Nebeneffekte künstlicher Gravitation besser zu verstehen,“ sagte der Leiter der Studie Dr. Bill Paloski. „In der Vergangenheit haben wir jeweils nur Bruchstücke untersuchen können. Wir hatten untersucht, wie künstliche Gravitation beispielsweise Herz-Kreislauf-Störungen oder Gleichgewichtsproblemen eingesetzt werden kann. Dieses Mal untersuchen wir den Effekt der künstlichen Gravitation auf den gesamten Körper,“ sagte er.

Die Zentrifuge wurde nach NASA Spezifikationen von den Wyle Laboratories in Kalifornien gebaut. Sie wurde im August 2004 ausgeliefert und wird noch vor dem Sommer gründlich getestet. Die Zentrifuge hat zwei Ausleger von jeweils drei Metern Länge. Die Zentrifuge kann auf jedem Arm eine Testperson aufnehmen.      

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Quelle: NASA zur Startseite...



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