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Mars Express entfaltet Radarantennen im Mai
29. April 2005. Nachdem die Europäische Weltraumbehörde bereits im Februar grünes Licht für die Entfaltung des Radargerätes an Bord des Mars Express gegeben hatte, wird es nun spannend. Die Entfaltung der Radarantennen soll in der ersten Maihälfte erfolgen.


Vergrößerung (330k) (Quelle: NASA).

Nachdem die Europäische Weltraumbehörde bereits im Februar grünes Licht für die Entfaltung des Radargerätes an Bord des Mars Express gegeben hatte, wird es nun spannend. Die Entfaltung der Radarantennen soll in der ersten Maihälfte erfolgen.

Ist die Entfaltung erfolgreich, kann die erste europäische Sonde im Marsorbit ihre bisherigen Studien der Atmosphäre und der Oberfläche noch weiter vertiefen. MARSIS (Mars Advanced Radar for Subsurface and Ionosphere Sounding) ist die erste Antenne dieser Art und sogar in der Lage, unter die Oberfläche des Planeten zu blicken, um verschiedene Materialschichten und insbesondere Wasser zu finden.

Die Entfaltung der drei MARSIS Antennen wird zwischen dem 2. und 12. Mai in drei Phasen ablaufen. Sämtliche Aktionen werden vom Europäischen Weltraumkontrollzenturm (ESOC, European Space Operations Centre) in Darmstadt gesteuert.

Jede Antenne wird einzeln ausgefahren, zuerst die beiden 20 Meter langen Dipolantennen, einige Tage später folgt die sieben Meter lange Monopolantenne.

Vor jeder Entfaltung einer Antenne wird Mars Express in eine fehlertolerante Position gebracht, in der die Sonde während der Entfaltung der Antenne frei schwingen kann und erst anschließend wird sie wieder auf Sonne und Erde ausgerichtet. Nach jeder Entfaltung wird eine komplette Statuskontrolle durchgeführt, bevor mit der nächsten Phase begonnen wird.

Die Auswirkungen einer Entfaltung können nur mit einigen Tests gemessen werden, die einige Tage dauern. Nach der Entfaltung aller drei Antennen werden die Ingenieure der ESA weitere Tests durchführen und erst danach können Aussagen über den Erfolg der Arbeit gemacht werden.

Selbst wenn die Entfaltung erfolgreich gewesen ist, müssen sich die Wissenschaftler noch weitere drei Wochen gedulden, in denen das Instrument dann eingehend getestet wird. Erst dann beginnt die wissenschaftliche Nutzung.      

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