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Opportunity steckt im Sand fest
29. April 2005. Der Marsrover Opportunity hat ein sandiges Problem. Alle sechs Räder haben sich in eine kleine Sanddüne eingegraben. Opportunity näherte sich seit Tagen einem Gebiet, das aussieht wie ein vergrößertes Wellenmuster am Urlaubsstrand.


Vergrößerung (330k) (Quelle: NASA).

Die Rovertechniker sind optimistisch, dass sie das Gefährt, wie bei früheren Gelegenheiten auch, wieder aus dem Sand ziehen können. Aber es wird seine Zeit brauchen, bis Opportunity wieder draußen ist. Zeit wird auch benötigt, um herauszufinden, was an dem Untergrund plötzlich anders ist. Das ist besonders wichtig, da der Rover weiter durch diese Dünenlandschaft fahren soll.

Der Rover war auf dem Weg nach Süden zuerst durch eine parkplatzähnliche Landschaft im Meridiani Planum gereist, nach und nach aber auf größere Sanddünen gestoßen. Sein Ziel ist der Erebus Krater, der innerhalb des noch größeren Kraters Terra Nova liegt.

„Ein Rat an alle Opportunity-Fans: Gewöhnt Euch an die Aussicht, wir werden nämlich eine Weile hier bleiben,“ sagte Experimentleiter Steve Squyres. „Wir sind optimistisch, dass wir da wieder raus kommen, aber es wird seine Zeit dauern.“ Die erste Regel sei, nichts zu beschädigen und deshalb auch nichts zu überstürzen.

„Wir werden viele Aufnahmen machen, um ein genaues Bild der Situation zu bekommen. Wir werden viele Tests mit den Rovern, die wir hier auf der Erde haben, durchführen, um die Situation auf dem Mars zu simulieren. Das Ziel ist es, nicht nur einen Plan auszuarbeiten der funktioniert, sondern den bestmöglichen Plan zu finden,“ erklärt Squyres auf einer Internetseite der Cornell University.

„Das alles wird seine Zeit brauchen, aber wir haben ein wertvolles Gefährt in sehr gutem Zustand dort oben. Es gibt keinen Grund, etwa zu überstürzen,“ sagte Squyres.

Kleine Krater entdeckt
Kurz vor dem Missgeschick hatte Opportunity zwei kleine Krater im Meridiani Planum entdeckt. Sie sind keine zwei Zentimeter tief, jedoch auf den Bildern der Navigationskamera deutlich erkennbar.

„Die beiden Krater sind ein Überraschungsfund,“ sagte Matt Golombek, ein leitender Wissenschaftler des Roverprojekts. „Es sind die kleinsten Krater, die bislang auf dem Mars gefunden wurden.“

„Dass die beiden Krater nicht mit Sand bedeckt sind, obwohl sie von Sanddünen umgeben sind, deutet darauf hin, dass sie nicht sehr alt sind,“ sagte Golombek. „Was natürlich immer noch einen Zeitraum zwischen gestern und 100 Millionen Jahren bedeuten kann.“

Die kleinen Krater könnten zum einen durch Objekte verursacht worden sein, die ohne zu verglühen durch die Marsatmosphäre gestürzt sind. Zum anderen kann es sich auch um Fragmente eines größeren Einschlags handeln.      

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Quelle: Space.com zur Startseite...



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