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Cassini-Huygens
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Ansichten des Titan
25. April 2005. Drei Bilder des Saturnmondes Titan, aufgenommen von der Raumsonde Cassini, zeigen wie unterschiedlich die gleiche Welt erscheinen kann, wenn sie in unterschiedlichen Wellenlängen beobachtet wird. Cassini’s Kameras haben unzählige Filter welche Muster sowohl oberhalb als auch unterhalb des Dunstschleiers sichtbar machen können.


(Quelle: NASA). Vergrößerung (56k)

Das erste Bild (links) ist eine Komposition aus drei im sichtbaren Licht aufgenommen Bildern. Verwendet wurden rote, grüne und violette Filter. Das Bild zeigt annähernd, wie Titan sich dem menschlichen Auge präsentiert: eine nebeliger orangefarbener Globus, umgeben von einem zarten bläulichen Schimmer. Die orange Farbe rührt von den Kohlenwasserstoffen in der Atmosphäre her, die auch für den Dunst auf Titan verantwortlich sind. Dieser Schleier war besonders für die Wissenschaftler der Voyager-Mission 1980 und 1981 sehr frustrierend, da sie den Schleier mit ihren Geräten nicht durchdringen konnten. Cassini ist in der Lage, den Schleier im Infrarotbereich zu durchdringen.

Die schwarzweiße Aufnahme (Mitte) zeigt Titan bei 938 Nanometern, einer nahinfraroten Wellenlänge, die den Schleier bereits durchdringt. Auch hier wurden drei Aufnahmen, jedoch immer mit dem gleichen Filter aufgenommen, kombiniert, um den Kontrast der Oberflächenmerkmale zu erhöhen. Die Helligkeitsunterschiede sind in Wirklichkeit Unterschiede in der Reflektivität der Oberfläche.

Das dritte Bild ist eine Falschfarben-Komposition und wurde aus zwei Infrarotaufnahmen (bei 938 und 889 Nanometern) und einer Aufnahme im sichtbaren Licht kombiniert (bei 420 Nanometern). Grün zeigt Gebiete, an denen Cassini bis auf die Oberfläche blicken kann. Rote Gebiete befinden sich hoch in der Stratosphäre des Titan, wo Methan Sonnenlicht absorbiert. Das Blau am äußeren Rand des Mondes zeigt die sichtbaren violetten Wellenlängen in der oberen Atmosphäre.

Sämtliche Bilder wurden von Cassini am 16. April 2005 aus unterschiedlichen Entfernungen zwischen 173 000 und 168 200 Kilometern aufgenommen. Die Auflösung der Bilder beträgt etwa 10Kilometer pro Bildpunkt.        

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Quelle: NASA zur Startseite...



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