Startseite Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt

Planet Mars
Übersicht
Service
Newsletter bestellen
Artikel empfehlen






Staubteufel fegen über Mars
22. April 2005. Wissenschaftler der NASA haben versucht, marsianische Staubteufel auf Video aufzunehmen. Die Ergebnisse sind beeindruckend.


Aufnahme eines Staubteufels (Quelle: NASA). Gif-Animation 1 (1,3MB), Gif-Animation 2 (1,5MB)

Die Videos sind das Ergebnis einer neuen Suchmethode nach diesen Wirbelwinden, die Staub vom Boden in die dünne Marsluft saugen. Staubteufel tauchten erstmals im März 2005 auf Einzelbildern des Rovers Spirit auf. Zunächst versuchte es das Rover-Team auf gut Glück. Manchmal wurde ein Staubteufel aufgenommen, ein anderes mal wurden sie um einige Minuten verfehlt. Mit der neuen Strategie macht der Rover nun eine Serie von 21 Aufnahmen. Spirit schickt dann einige von ihnen zur Erde, zusammen mit Minibildern der ganzen Serie. Das Team verwendet dann die drei großen Bilder und die Miniserie um festzustellen, ob auf ihnen Staubteufel zu sehen sind. Bei diesem Video wurden von Spirit genau die Bilder angefordert, auf denen Staubteufel zu sehen sind.

Die Bilder wurden in drei Schritten bearbeitet. Zunächst wurden bekannte Einflüsse der Kamera entfernt. Als nächstes wurden feststehende Objekte aus den einzelnen Bildern entfernt. Das Ergebnis ist eine graue Szenerie die nur Dinge zeigt, die sich verändern. Im letzten Schritt werden die ursprünglichen Bilder mit den Bildern der beweglichen Objekte kombiniert. Das Endergebnis ist die Marslandschaft mit den nun kontrastreicheren Staubteufeln.

Wissenschaftler gingen bereits vor der Landung von Spirit von der Existenz dieser Staubteufel aus. Das Landegebiet innerhalb des Gusev-Kraters ist voll von dunklen Streifen die zurückbleiben, wenn ein Staubteufel vorüberzieht. Gusev ist ausserdem angefüllt mit hellen Vertiefungen, kleinen staubgefüllten Kratern. Der Staub bedeckt fast das gesamte Gebiet und der Wind weht hier jeden Tag. Die Sonne erwärmt die Oberfläche, obwohl die Temperatur in zwei Metern Höhe eisig ist. Dieser Temperaturunterschied bewirkt einen Wärmeaustausch durch Wind, der die Staubteufel erzeugt.

Wissenschaftler können die Bilder für verschieden Forschungszwecke verwenden. Sie zeigen ihnen zum Beispiel, zu welcher Tageszeit die Winde in welche Richtung wehen. Statistiken über die Größe typischer Staubteufel lassen abschätzen, welche Mengen Staub so täglich in die Atmosphäre gelangen. Die Untersuchung einzelner Staubteufel und wie sie sich verändern wenn sie sich über mehr oder weniger staubiges Areal bewegen, erlaubt letztendlich Rückschlüsse auf die großen Staubstürme auf dem Mars.        

tägliche Raumfahrt News mit zusätzlichen Linktipps und Hintergrundinformationen direkt in Ihre MailboxNewsletter jetzt bestellen
Quelle: NASA zur Startseite...



Verwandte Artikel
Marsrover mit Altersschwäche...(16. Mar 2005)

Copyright 2005 Raumfahrt24.de Herausgeber: Ingo Froeschmann