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Ein Geist von einer Supernova
19. April 2005. Wissenschaftler haben 150 Stunden Beobachtungsmaterial des Weltraumteleskops Chandra kombiniert, um die Überreste einer Supernova abzubilden. Ein Hülle aus erhitztem Gas umgibt eine helle Wolke energiereicher Elektronen im Zentrum.


Vergrößerung (13k) (Quelle: Chandra).

Die Hülle (diese Hüllen werden auch als planetarische Nebel bezeichnet, haben aber nichts mit Planeten zu tun) aus heißem Gas ist das Ergebnis der Schockwelle die entstand, als das von der Supernovaexplosion herausgeschleuderte Material auf die interstellare Materie traf. Die Schockwelle erhitzt das Gas auf mehrere Millionen Grad und produziert dabei Röntgenstrahlen.

Obwohl viele Supernovae eine helle Hülle erzeugen, tun andere es nicht. Dieser Überrest einer Supenova mit der Bezeichnung G21.5-0.9 wurde vor 30 Jahren von Radioastronomen entdeckt und hatte, so dachte man, keine Hülle. Erst jetzt konnte Chandra die Hülle sichtbar machen.

Das Fehlen von erkennbaren Hüllen um diese und andere Supernovae verleitete Astronomen zu der Annahme, das hier eine schwächere Explosion erfolgt war. Die These scheint nun unwahrscheinlich und es ist wohl so, dass die Explosion eines jeden massiven Sterns starke Schockwellen aussendet.

Einige Supernovahüllen sind schwach ausgebildet weil in ihrer Umgebung das notwendige Material fehlt. Möglicherweise hat eine schneller Masseverlust vor der Explosion die Region gewissermaßen leer gefegt.

Durch die Beobachtung der Hülle mit einem Röntgenteleskop können Astronomen das Alter (einige tausend Jahre) und die Kraft der Explosion errechnen. Auch der Zustand des Sterns eine Million Jahre bevor er zur Supernova wurde, lässt sich ableiten. Der Stern der diesen planetarischen Nebel erzeugt hat, war mindestens zehn mal so schwer wie unsere Sonne.          

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Quelle: Chandra zur Startseite...



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