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Eisberg B-15A kollidiert mit antarktischer Eishalbinsel
18. April 2005. Die Landkarten der Antarktis müssen überarbeitet werden. Die lang erwartete Kollision zwischen dem riesigen Eisberg B-15A und der vom Festland ins Meer herausragenden Drygalski Eiszunge hat stattgefunden.


Vergrößerung (344k) (Quelle: CfA).

Eine Aufnahme des Satelliten Envisat zeigt, dass die Eiszunge – groß und dauerhaft genug um in Kartenmaterial der Antarktis geführt zu werden – den größeren Schaden davongetragen hat. Eine Aufnahme vom 15. April zeigt, dass ein fünf Kilometer langes Stück der Eiszunge abgebrochen ist. Der Eisberg scheint unbeschadet davon gekommen zu sein. Da noch mehr als die Hälfte des Eisbergs an der ebenfalls schwimmenden aber am Festlandeis angefrorenen Eiszunge vorbei treiben wird, könnte die Eiszunge in den nächsten Tagen noch weitere Schäden erleiden.

Die Frage war philosophisch: Was passiert, wenn eine unwiderstehliche Kraft auf ein unbewegliches Objekt trifft? Der Beobachtungssatellit der ESA hat in den vergangenen Monaten die Antwort beobachten können.

Die beeindruckende Größe des Eisbergs B-15A kann man am besten aus dem All würdigen. Der flaschenförmige Eisberg ist etwa 115 Kilometer lang und bedeckt eine Fläche von 2500 Quadratkilometern, was etwa der Größe Luxembourgs entspricht.

Seit Januar hatte sich der Eisberg auf die Eiszunge zu bewegt und schließlich an ihr vorbei. Im letzten Monat haben die vorherrschenden Strömungen den Eisberg langsam an der Drygalski Eiszunge vorbei geschoben.

B-15A ist das größte Fragment des ursprünglich noch wesentlich größeren Eisbergs B-15 der im März 2000 vom Ross Eisschelf kalbte. Mit 11 655 Quadratkilometern war der Gigant von einem Eisberg etwa so groß wie Jamaika (Anmerkung der Redaktion: Haben Sie schon mal die Worte „Jamaika“ und „Eisberg“ im gleichen Satz gesehen?), brach jedoch in der Folge auseinander.

Seitdem ist das größte Bruchstück in den McMurdo Sund getrieben und hat dort ozeanische Strömungen blockiert und lokal die Vereisung des Meeres begünstigt. Da Envisat auch einen Radar an Bord hat, kann s auch während des bevorstehenden antarktischen Winters die weitere Entwicklung beobachten. Das Radarsignal durchdringt ohne Probleme die dichtesten Sturmwolken und kann verschiedenen Arten von Eis erkennen. Es unterscheidet zum Beispiel zwischen den alten und rauen Oberflächen der Eisberge oder der Drygalski Eiszunge und dem umgebenden jüngeren Packeis.        

Quelle: ESA zur Startseite...
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