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Sternballett
12. April 2005. Radioastronomen der National Science Foundation haben eine aktive Region, in der die Winde zweier massiver Sterne zusammen stoßen, genauer untersucht. Das Kollisionsgebiet bewegt sich mit den Sternen, die Teil eines Doppelsternsystems sind.. Die genaue Messung ihrer Bewegung entschlüsselte einige Geheimnisse der Sterne und ihrer Winde.


(Quelle: NRAO). Vergrößerung (39k)

Beide Sterne enthalten mehr Masse als unsere Sonne, der kleinere der beiden etwa 20 Sonnenmassen, der andere sogar 50. Der kleinere ist ein so genannter Wolf-Rayet Stern mit sehr starken Partikelwinden die von seiner Oberfläche ausgehen. Der gewichtigere der beiden hat ebenfalls einen starken Wind, aber nicht so intensiv wie der Wolf-Rayet Stern. Die beiden Sterne des Systems WR 140 umkreisen sich auf elliptischen Bahnen deren Orbit etwa die Größe des Sonnensystems hat.

“Das spektakuläre an diesem System ist die Region, in der die Sternenewinde zusammen stoßen und leuchtende Radioemissionen erzeugen. Wir waren in der Lage, die Bewegung der Kollisionsregion zu verfolgen, die sich mit den Sternen bewegt,“ sagte Sean Dougherty, Astronom am kanadischen Herzberg Institute for Astrophysics und einer der Autoren der Studie.

Die extrem scharfe Auflösung im Radiobereich wird durch die Vernetzung mehrerer Radioteleskope zum VLBA (Very Long Baseline Array) erreicht. Das kontinentgroße System konnte die Verschiebung der Kollisionsregion messen und die Details der Umlaufbahnen der Sterne und deren Entfernung zu Erde bestimmen.

„Wir brauchen die neuen Berechnungen der Umlaufbahnen und der Entfernung um Wolf-Rayet Sterne und Sonnenwindkollisionen besser zu verstehen,“ sagte Dougherty.

Die Sterne des Systems WR 140 benötigen 7,9 Jahre für einen Umlauf. Astronomen beobachten das System seit eineinhalb Jahren und haben bereits dramatische Veränderungen im Kollisionsgebiet beobachtet.

„Es gibt bereits theoretische Modelle für solche Kollisionsregionen, aber die Vorhersagen scheinen nicht mit den Beobachtungen übereinzustimmen,“ sagte Mark Claussen vom National Radio Astronomy Observatory in New Mexico. „Die neuen Daten sollten die Theoretiker nutzen können, um ihre Theorien über Wolf-Rayet Sterne und Sonnenwindkollisionen zu verbessern.“

Die Wissenschaftler beobachteten die Veränderungen in dem Doppelsternsystem während sich die Sterne in unterschiedlichen Entfernungen voneinander befanden. Der nächste Punkt entsprach etwa der Entfernung Sonne-Mars, der weiteste Punkt Sonne-Neptun. An einigen Punkten des Umlaufs konnten sehr starke Radiowellen aus der Kollisionsregion festgestellt werden, zu anderen Zeiten konnte die Region nicht einmal entdeckt werden.

Wolf-Rayet Sterne sind große massive Sterne, die als Supernovae explodieren werden.

„Kein anderes Teleskop der Welt kann die Details sehen die VLBA sichtbar macht,“ sagte Claussen. Die Astronomen planen eine Fortsetzung der Beobachtung von WR 140 um im weiteren Verlauf ihres Umlaufs weitere Erkenntnisse zu gewinnen.    

Quelle: National Radio Astronomy Observatory zur Startseite...
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