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Östlich von Xanadu, Titan, Sonnensystem
11. April 2005. Diese Adresse hat sich die Erdsonde Cassini am 31. März bei ihrem bisher letzten letzten Vorbeiflug am Saturnmond Titan genauer angesehen. Das Mosaik ist eine Kombination aus einer Reihe von Nahwinkelaufnahmen und einer Weitwinkelaufnahme die den Hintergrund ausfüllt. Erkennbar sind neue Details der dunklen Regionen und auch des umgebenden helleren Gebiete.


(Quelle: NASA). Vergrößerung (39k)

Einige der erkennbaren Muster sind bereits von anderen Aufnahmen des Titan bekannt, aber es gibt auch neue Rätsel, an denen die beteiligten Wissenschaftler nun zu knabbern haben.

Im Zentrum des Bildes (und auf Bild A unten links) befindet sich eine helle Region umgeben von dunklerem Material. Die nördliche Grenze dieser hellen Insel ist relativ markant und hat ein zackiges Profil, ähnlich wie die bereits bekannte Westseite von Xanadu. Das Profil der südlichen Grenze ist ähnlich, aber im Südosten mit Ausläufern, die sich weiter in das dunkle Gebiet erstrecken. Am östlichen Rand der „Insel“ befindet sich eine Region mit ständig wechselnden hellen und dunklen Merkmalen (siehe auch Bild B).

Im Süden ist das helle Gebiet durch fast gerade dunkle Linien zerschnitten, was auf tektonische Einflüsse hindeutet.

Das Gebiet, das jetzt mit der Infrarotkamera Cassini’s aufgenommen wurde, konnte bereits im Oktober 2004 und im Februar 2005 mit dem Radargerät aufgenommen werden. Am nordöstlichen Ende des dunklen Materials ist dunkler runder Fleck inmitten eines hellen Gebiets (siehe auch Bild C). Es handelt sich um den 80 Kilometer breiten Krater, der bereits im Februar 2005 auf Radarbildern entdeckt wurde.

Die Auflösung der neuen Aufnahmen ist niedriger, aber ausreichend um wichtige Ähnlichkeiten und Unterschiede sehen zu können. Ein Teil des Kraterbodens erscheint im Infrarotlicht verglichen mit dem umgebenden Material sehr dunkel. Die Beobachtung deckt sich mit der Annahme, dass das dunkle Material aus komplexen Kohlenwasserstoffen besteht, die aus der Atmosphäre herausgewaschen wurden und sich in Niederungen abgelagert haben. Im Radar erscheint der Kraterboden wesentlich gleichförmiger und auch außerhalb des Kraters unterscheiden sich die von den Instrumenten gemessenen Helligkeiten. Diese Vergleiche geben wichtige Hinweise über die Rauheit und die Zusammensetzung der Titanoberfläche.

Innerhalb der hellen Region am Rand des Mosaiks, etwas links von der Mitte, liegt ein rätselhaftes Gebilde: ein dunkler Fleck, von dem dunkles Material Richtung Nordosten zu fließen scheint. Sein Ursprung ist bis jetzt noch unbekannt, aber die Region wurde auch mit dem Radar abgetastet, so dass die Cassini-Wissenschaftler hoffen können, durch Bildvergleiche noch mehr herauszufinden.

Die Bilder des Mosaiks wurden aus unterschiedlichen Entfernungen zwischen 148 300 und 112 800 Kilometern vom Titan aufgenommen. Die Auflösung beträgt ein bis zwei Kilometer pro Bildpunkt.    

Quelle: NASA zur Startseite...
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