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St. Petersburg und Ladogasee
01. April 2005. Das ESA-Bild der Woche zeigt die russische Metropole St. Petersburg, gelegen am östlichen Ende des Finnischen Meerbusens und daneben die blauen Wasser des Ladogasees, Europas größtem Süßwassersee.


Die Bilder in höherer Qualität finden Sie hier.(Quelle: ESA)

Das frühere Leningrad ist mit 4,7 Millionen Einwohnern die zweitgrößte russische Stadt. Sie liegt am Mündungsdelta der Neva. Auf dem Bild ist die Stadt als beige Fläche umgeben von grün am östlichen Zipfel des Finnischen Meerbusens zu erkennen.

Die häufig als Venedig des Nordens bezeichnete Stadt wurde 1703 von Zar Peter dem Großen gegründet. St. Petersburg gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Betrachtet man die Bilder im Detail, kann man die Brücken erkennen, die die auf einer Insel gelegene Marinebasis Kronstadt mit dem Festland verbinden.

Östlich der Stadt liegt der Ladogasee, der mit 17 600 Quadratkilometern zu den 15 größten Süßwasserseen der Erde gehört. Er ist etwa 210 Kilometer lang und 130 Kilometer breit. Seine größte Tiefe beträgt 225 Meter.

Der See ist während der Eiszeit entstanden und ist die wichtigste Trinkwasserquelle für die Einwohner St. Petersburgs. 32 Flüsse münden in den See, aber nur einer, die Neva, führt Wasser ab.

Der See ist Lebensraum einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt und ist die einzige Heimat des stark gefährdeten Ladoga Seehunds, einer an das Süßwasser angepassten Unterart.

In den vergangenen Jahrzehnten haben Abwässer aus Landwirtschaft und Industrie den See stark verschmutzt, so dass die eingeleiteten Stoffe vermehrt zu starkem Algenwachstum führen, was dem Wasser den Sauerstoff entzieht.

Weiter westlich sind Helsinki und Talinn erkennbar, die jeweiligen Hauptstädte von Finnland und Estland. Helsinki ist der rosafarbene Fleck am Nordufer des Meerbusens. Estland liegt gegenüber.

Im Norden kann man die dichten Wälder Finnlands und des nördlichen Russlands erkennen, gelegentlich unterbrochen von Seen und kleineren Ortschaften. Eine interessante Beobachtung ist die Tatsache, dass die Grenze zwischen Russland und Finnland sogar aus dem All deutlich erkennbar ist.

Die russische Seite der Grenze ist deutlich grüner als die finnische. In Finnland wurde der ursprüngliche Wald gerodet und durch schnell wachsende Nadelbäume ersetzt. Während der Zeit des Eisernen Vorhangs wurde der Zugang zur russischen Grenze strengstens kontrolliert. Das unbeabsichtigte Ergebnis war die Erhaltung eines natürlichen Grüngürtels in diesem Gebiet.

Das von Envisat’s MERIS (Medium Resolution Imaging Spectrometer) aufgenommene Bild erreicht eine Auflösung von 300 Metern und zeigt ein Gebiet von 672 mal 670 Kilometern.    

Quelle: ESA zur Startseite...
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