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Die Erde im Gammastrahlenspektrum
31. März 2005. Ein von der NASA gefördertes Projekt hat die Erde auf eine ungewöhnliche Weise aus dem All aufgenommen. Die gemachten Bilder ergänzen unsere Vorstellung von der Erde als einen Blauen Planeten. Das Bild ist die erste detaillierte Aufnahme der Erde im Gammastrahlenspektrum. Gammastrahlen sind Millionen bis Milliarden mal energiereicher als sichtbares Licht.


(Quelle: NASA)

Das Bild zeigt, dass die Erde ununterbrochen von Teilchen aus dem All bombardiert wird. Diese Teilchen, die so genannte kosmische Strahlung, trifft die Erdatmosphäre und produziert hoch über dem Erdboden Gammastrahlen. Die Atmosphäre verhindert, dass kosmische und andere schädliche Strahlung auf die Oberfläche trifft.

„Wenn unsere Augen Gammastrahlen sehen könnten, würde die Erde aus dem Weltall so aussehen,“ sagte Dr. Dirk Petry vom Goddard Space Flight Center der NASA. „Andere Planeten, insbesondere Jupiter, glühen im Gammastrahlenspektrum, aber sie sind zu weit entfernt um Details des Glühens erkennen zu können.

Petry erstellte die Bilder aus Daten, die das Compton Gamma Ray Observatorium in sieben Jahren gesammelt hatte. Insgesamt war das Observatorium von 1991 bis ins Jahr 2000 auf einer Umlaufbahn in 420 Kilometer Höhe aktiv. Aus dieser Höhe erscheint die Erde als riesige Scheibe mit einem Winkeldurchmesser von 140 Grad. Die lange Belichtungszeit und die kurze Distanz ermöglichten es Petry, überraschend detailreiche Bilder zu produzieren. „Das ist im Prinzip ein Bild mit einer Belichtungszeit von sieben Jahren,“ sagte Petry.

Die Gammastrahlen die von der Erde produziert wurden, wurden von vom Instrument EGRET (Energetic Gamma-Ray Experiment Telescope) an Bord des Observatoriums aufgenommen. 60 Prozent der von EGRET aufgenommenen Strahlung stammten von der Erde und nicht aus dem All. Auch wenn die von der Erde produzierte Strahlung für ein hübsches Bild gut ist, stört sie doch die Beobachtung entfernter Gammastrahlenquellen wie zum Beispiel Schwarzer Löcher, Pulsare oder Reste von Supernovae.

Petry erstellte die Gammastrahlenkarte der Erde um den Einfluss der lokalen Strahlung zu messen und so der zukünftigen NASA-Mission GLAST (Gamma-Ray Large Area Space Telesope) zu zuarbeiten. GLAST soll im Jahr 2007 gestartet werden. Das Hauptinstrument von GLAST ist im Prinzip der Nachfolger von EGRET.

1972 und 1973 machte der NASA-Satellit SAS-II mit weniger Belichtungszeit und Auflösungsvermögen die ersten Aufnahmen der Erde in Gammastrahlung. Eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema ist in Englisch verfügbar.   http://xxx.lanl.gov/abs/astro-ph/0410487      

Quelle: Hubble zur Startseite...
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