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Countdown für die Wiederaufnahme der US-Raumtransporterflüge läuft
26. März 2005. Von der Startrampe 39B im Kennedy Space Center in Florida werden bald wieder Raumtransporter zu neuen faszinierenden Missionen im All abheben. Als Zeitfenster gibt die NASA vorerst den 15. Mai bis 3. Juni an, der genaue Starttermin wird jedoch erst nach der Flugtauglichkeitsprüfung Ende April festgesetzt.


Ein perfekter Start für die Raumfähre Discovery bei der Mission STS-105 Vergrößerung (2MB) (Quelle: ESA)

Der Erfolg dieses Flugs ist ausschlaggebend für die Zukunft der Internationalen Raumstation (ISS), denn nur Raumtransporter sind in der Lage, neue amerikanische, europäische und japanische Module zum Ausbau der ISS in die Umlaufbahn zu befördern. Auch die ESA ist für den Transport ihres Columbus-Labors, das es internationalen Astronautenteams ermöglichen soll, eine breite Palette von werkstoffwissenschaftlichen, medizinischen, biologischen und technologischen Experimenten durchzuführen, auf den Raumtransporter angewiesen.

Durch die national finanzierten europäischen Sojus-Missionen, mit denen ESA-Astronauten regelmäßig zur ISS fliegen, ist Europa zum größten wissenschaftlichen Nutzer der Raumstation geworden. Gleichzeitig hat die ESA hochtechnische Mehrzweckeinrichtungen für die Experimente im Columbus-Labor entwickelt, um das ISS-Einsatzprogramm voranzutreiben.

Seit dem Columbia-Unglück am 1. Februar 2003 hat die NASA nach und nach alle Sicherheitsfragen klären können und die Raumtransporterflotte nachgerüstet. Die wichtigsten Verbesserungen sind:
  • ein neu konzipierter Außentank, der beim Start das Risiko einer Beschädigung des Raumtransporters durch Isolierschaum verringert;
  • neue Sensoren an den Vorderkanten der Flügel, die Trümmerteile anhand von Beschleunigungsmessern und Echtzeitdatenübertragung erkennen;
  • mehr und verbesserte Kameras am Raumtransporter und am Boden zur Erkennung von Trümmerteilen;
  • ein Ausleger für den kanadischen Roboterarm, der es Astronauten ermöglichen soll, den Raumtransporter auf eventuelle Schäden hin zu untersuchen.
Auf ihrem Flug zur ISS wird das siebenköpfige Astronautenteam der "Discovery" die neuen Technologien und Verfahren für die Überwachung und Reparatur des Raumtransporters in der Umlaufbahn testen und bewerten. Zum Team gehören die Kommandantin Eileen Collins - dies ist erst die zweite Raumtransportermission, die von einer Frau geleitet wird -, der Pilot James Kelly und die Missionsspezialisten Soichi Noguchi aus Japan, Steve Robinson, Andy Thomas, Wendy Lawrence und Charles Camarda.

Steve Robinson und Soichi Noguchi werden drei Außenbordeinsätze absolvieren. Für das in Europa hergestellte Mehrzweck-Logistikmodul MPLM, diesmal "Raffaello" genannt, ist dies der dritte Flug zur ISS. Seine Hauptaufgabe ist es, die ISS mit Nachschub zu versorgen, das heißt mit Betriebsstoffen und Verbrauchsgütern, also in erster Linie mit Nahrungsmitteln, Wasser, Sauerstoff und - von besonderem Interesse für die Medien - Batterien, neuen Kameralinsen und Videokassetten für die Foto- und Fernsehausrüstung.

Zwölf Tage nach dem Start wird die "Discovery" wieder in die Erdatmosphäre eintreten und im Kennedy Space Center landen.

Verläuft dieser Flug erfolgreich, ebnet er ESA-Astronauten den Weg für neue Missionen zur ISS. Mit der Wiederaufnahme der Raumtransporterflüge kann die ständige Besatzung der ISS auf drei Astronauten zurückgebracht und das Forschungsprogramm wieder in vollem Umfang durchgeführt werden. 2006 soll dann das unbemannte Automatische Transferfahrzeug (ATV) der ESA zu seinem Jungfernflug starten. Von einer Ariane-5 auf die Umlaufbahn gebracht, wird es die auf der ISS lebenden und arbeitenden Astronauten mit Geräten, Treibstoff, Lebensmitteln, Wasser und Sauerstoff beliefern. Alle 12 bis 18 Monate sind weitere Versorgungsflüge geplant.    

Quelle: ESA zur Startseite...
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