Startseite Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt

Raumfahrt
Übersicht
Service
Newsletter bestellen
Artikel empfehlen






Vega im Zeitplan
18. März 2005. Es sind weniger als drei Jahre bis zum ersten Start der neuen europäischen Rakete Vega. Letzte Woche wurde der Fortschritt der Rakete im Europäischen Weltraumforschungsinstitut (ESRIN) bei Rom diskutiert.


Grafische Darstellung der Vega beim Start.Vergrößerung (1100k) (Quelle: ESA)

“Die Vorarbeiten sind nun abgeschlossen,“ berichtete Stefano Bianchi, Leiter des Entwicklungsprogramms. „Wir verlassen jetzt das Zeichenbrett und machen uns an die eigentliche Konstruktion, indem wir Systeme und Motoren bauen und testen. Das wird die kritischste Phase des Projekts.

Vega ist mit 30 Metern um einiges kleiner als die 53 Meter hohe Ariane 5 ECA. Sie wird Nutzlasten zwischen 300 und 2000 Kilogramm in niedrige Umlaufbahnen befördern können, die von vielen wissenschaftlichen und Erdbeobachtungsmissionen verwendet werden. Vega sollte so eine bedeutende Rolle auf dem Markt für kleine Satelliten spielen können.

Arianespace, die Gesellschaft die Vega kommerziell vermarktet, hat bestätigt dass es bereits drei bis vier potentielle Kunden gebe,“ sagte Bianchi. „Das ist eine fantastische Möglichkeit für Europa, in einen neuen Markt einzudringen, weshalb wir versuchen den ersten Qualifikationsflug gegen Ende 2007 nicht zu verzögern.“

Die Stärken von Vega, ihre Flexibilität und ihre niedrigen Kosten, sollten die Rakete für kleinere Unternehmen, Forschungsinstitute und Universitäten interessant machen. Europa ist mit Vega erstmals in der Lage, Satelliten zu vergleichbar niedrigen Preisen in einen Orbit zu bringen.

Die geringeren Kosten resultieren aus der verwendeten Strategie. Wann immer es möglich ist, wird die bereits existierende Technologie des Ariane 5 Programms verwendet. Im Gegenzug kann neu entwickelte Technologie für die Weiterentwicklung der Ariane 5 verwendet werden. Ein Beispiel der P80 Antrieb der ersten Vega-Stufe, der auch als Booster für die Ariane 5 verwendet werden kann.

Ein ähnliche Strategie wird bei der Anpassung der Infrastruktur des Weltraumbahnhofs in Korou gefahren. Anstatt eine komplett neue Startrampe zu bauen wird ELA 1, der Startplatz der ersten Ariane 1979, für Vega angepasst.

Ein erster Test des Feststoffantriebs Zefiro ist noch für dieses Jahr auf Sardinien geplant. Die Umbauarbeiten in Korou verlaufen nach Plan.

Insgesamt wird das Vega-Programm von sieben ESA-Mitgliedstaaten finanziert. Italien trägt 65 Prozent der Kosten, Frankreich steuert 15 Prozent bei und der Rest wird von Belgien, Spanien, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden getragen.  

Quelle: ESA zur Startseite...
tägliche Raumfahrt NewsNewsletter bestellen



Verwandte Artikel
Grundsteinlegung für Vega...(05. Nov 2004)
Erfolgreicher Test der neuen Sojus...(09. Nov 2004)

Copyright 2005 Raumfahrt24.de Herausgeber: Ingo Froeschmann