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Saturnmond Enceladus hat eine Atmosphäre
17. März 2005. Nach zwei Cassini-Vorbeiflügen am Eismond Enceladus wurde nun mit Hilfe des Magnetometers an Bord von Cassini bestätigt, dass dort eine Atmosphäre existiert. Noch rätseln die Wissenschaftler, woher die Atmosphäre stammt. In Frage kommen Vulkanismus, Geysire oder Gase, die aus dem inneren des Mondes entweichen.


Diese Aufnahme entstand am 9. März 2005.Vergrößerung (85k) (Quelle: NASA)

Als Cassini zum ersten Mal am 17. Februar in einer Entfernung von 1167 Kilometern an Enceladus vorbeiflog, fiel den Wissenschaftlern eine Signatur im Magnetfeld auf. Am 9. März näherte sich die die Sonde dem Mond erneut, diesmal sogar bis auf 500 Kilometer, und sammelte zusätzliche Daten.

Die Beobachtungen zeigen eine Beule im Magnetfeld und das Plasma der Magnetosphäre wurde vom Mond gebremst und abgelenkt. Außerdem wurden magnetische Feldschwankungen beobachtet. Diese werden von elektrisch geladenen Molekülen verursacht, die sich spiralförmig um die Feldlinien bewegen. Diese Interaktion verursacht charakteristische Schwankungen bestimmter Frequenzen im Magnetfeld mit denen die Moleküle identifiziert werden können. Es handelt sich wahrscheinlich um ionisierten Wasserdampf.

„Die neuen Ergebnisse könnten der erste Beweis für Gase von der Oberfläche oder aus dem inneren von Enceladus sein,“ sagte Dr. Michelle Dougherty, Instrumentleiterin für das Magnetometer und Professorin am Imperial College London. 1981 flog Voyager in einer Entfernung von 90 000 Kilometern an Enceladus vorbei und entdeckte keine Atmosphäre. Entweder war Voyager nicht in der Lage diese Atmosphäre zu entdecken, oder seitdem hat sich etwas verändert.

Bisher war Titan der einzige bekannte Saturnmond mit einer Atmosphäre. Enceladus ist mit 500 Kilometern Durchmesser ein relativ kleiner Mond dessen Schwerkraft nicht groß genug ist um für längere Zeit eine Atmosphäre zu halten. Deshalb muss Enceladus eine starke dauerhafte Quelle haben um die Atmosphäre zu erhalten.

Das leitet die Wissenschaftler zu der Vermutung, dass Eruptionen von Vulkanen oder Geysiren die Ursache sein könnten. Sollten solche Ausbrüche existieren, würde Enceladus zwei anderen aktiven Monden Gesellschaft leisten, dem Io des Jupiter und dem Triton des Neptun. „Enceladus könnte das milde Gegenstück zum dramatischen Mond Io sein,“ sagte Dr. Fritz Neubauer, einer der Spezialisten des Magnetometers von der Universität Köln.

Bereist seit dem Vorbeiflug der Voyager-Sonde wird vermutet, dass Enceladus geologisch aktiv und außerdem die Quelle des eisigen E-Rings des Saturn ist. Enceladus ist das am stärksten reflektierende Objekt des Sonnensystems. 90% des Sonnenlichts wird reflektiert. Sollte Enceladus Eisvulkane haben, könnte das Albedo der Oberfläche auf die ständige Ablagerung von frischem Eis zurückgehen.

Quelle: NASA zur Startseite...
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