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Roboter finden Leben
15. März 2005. Erstmals ist es einem Roboter gelungen, in der trostlosen chilenischen Atacama-Wüste Spuren von Leben zu finden. Dass es in der Wüste Leben gibt, ist keine Überraschung, aber es ist doch so selten, dass sie als Testgebiet für zukünftige Marsmissionen verwendet wird.


Alan Waggoner unter dem Rover Zoe, wo er eine Substanz, die Lebensspuren aufleuchten lässt, aufsprüht. In Zukunft wird die Substanz automatisch auf den Untergrund gesprüht. (Quelle: CMU)

Zoe ist vierrädriger Rover der speziell für die Suche nach Leben gebaut wurde. Das Gerät fand Beweise für Bakterienkolonien und Flechten zwischen den Steinen der Atacama-Wüste.

„Unser Lebensentdeckungssystem hat sehr gut funktioniert und etwas ähnliches könnte eines Tages auf dem Mars eingesetzt werden um Leben zu finden.,“ sagte Alan Waggoner, Direktor des Molecular Biosensor and Imaging Center an der Carnegie University.

Die aktuellen NASA Marsrover Spirit und Opportunity sind nicht mit den notwendigen Instrumenten für eine Suche nach Organismen ausgerüstet.

Der Name Zoe geht griechische Wort für „Leben“ zurück. Der Roboter ist Teil eines dreijährigen ASTEP Programms in der Atacama-Wüste (ASTEP steht für Astrobiology Science and Technology Program for Exploring Planets) mit dem Ziel, ein ferngesteuerte Suche nach Leben auf fremden Planeten zu ermöglichen.

„Wir sahen eindeutige Zeichen von Chlorophyll (Blattgrün), DNA und Proteinen,“ sagte Waggoner, außerdem fanden die Forscher auf den von Zoe gemachten Bildern Hinweise auf biologische Prozesse. „Zusammengenommen sind diese vier Indizien ein guter Beweis für Leben.“

Zoe ist etwa einen Meter hoch und trägt an seiner Unterseite ein Fluoreszenzinstrument um chlorophyllbasierte Lebensformen wie zum Beispiel die Cyanobakterien, die in Flechten vorkommen, zu entdecken. Das Instrument kann auch Signale von einem fluoreszierenden Farbstoff wahrnehmen, der aufleuchtet, wenn er mit Nukleinsäuren, Proteinen und anderen Molekülen die für Leben charakteristisch sind reagiert.

„Unsere fluoreszierende Kamera ist das erste Gerät dieser Art, das bei Tageslicht arbeiten und im Schatten des Rovers nach Leben sucht,“ sagte Waggoner. „Sonnenlicht könnte die lichtempfindlichen Sensoren sehr leicht zerstören.“

Zusätzlich sucht ein Spektrometer an Bord des Rovers im sichtbaren Licht und im nahen Infrarotbereich nach Anzeichen von Chlorophyll.

Zoe suchte von August bis Oktober 2004 sowohl an der Küste als auch im Inneren der Atacama-Wüste nach Leben. Forscher steuerten den Rover von Pittsburgh aus, während ein zweites Team den Rover begleitete und jeweils dort Bodenproben für spätere Labortests entnahm, wo der Rover Alarm schlug.  

Quelle: Carnegie Mellon University zur Startseite...
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