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Kein Geld für interstellare Pioniere
10. März 2005. Ein wenig mehr als 13 Lichtstunden von der Sonne entfernt befindet sich ein Veteran der frühen Raumfahrt. Voyager 1 arbeitet ruhig und zuverlässig während sie mit 17 163 Stundenkilometern weiter fliegt. Nun hat die NASA die Wissenschaftlern die an dieser und einigen anderen älteren Missionen arbeiten wissen lassen, dass die Missionen möglicherweise im Oktober aufgrund fehlender Gelder beendet werden.


Die Grafik zeigt die ungefähren Positionen der Voyagers im Sonnensystem. Vergrößerung (245kb) (Quelle: NASA)

Die Entscheidung, auch wenn sie noch nicht endgültig feststeht, hat die Wissenschaftler bereits verärgert. Die Entscheidung sei ohne die übliche wissenschaftliche Untersuchung getroffen worden.

Laut Wissenschaftsmagazin Natur wurde sieben Missionsmanagern (Voyager, Ulysses, Polar, Wind, Geotail, Fast Auroral SnapshoT (FAST) und Transition Region and Coronal Explorer (TRACE)) mitgeteilt, dass nach dem Ende des laufenden Haushaltsjahres im Oktober kein Geld mehr für die Fortsetzung der Missionen zur Verfügung stünde.

In der Vergangenheit hat die NASA von Zeit zu Zeit funktionierende Sonden stillgelegt die ihre geplante Lebensdauer weit überschritten hatten und keine wichtigen wissenschaftlichen Daten mehr lieferten.

Alle paar Jahre werden laufende Missionen von einem unabhängigen Wissenschaftsrat auf ihren wissenschaftlichen Nutzen geprüft um die Raumfahrtbehörde in der Frage der Fortsetzung oder Stilllegung zu beraten. Der Rat hatte jedoch nicht geraten, jene Missionen die als weniger wichtig gelten, dieses Jahr zu beenden.

Ulysses beispielsweise startete 1990 um erstmalig die Polregionen der Sonne zu erforschen und wurde für eine Fortsetzung bis 2008 empfohlen, Wind bis 2007. Die Voyager Sonden wurden bis mindestens 2006 für unterstützenswert befunden, mit einer anschließenden weiteren Untersuchung.

Die zwei Voyager-Sonden wurden 1977 gestartet und sind nun 14 und 11 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Nach dem Besuch aller äußeren Planeten außer Pluto arbeiten sie nun an ihrer letzten Aufgabe, die Grenze zwischen dem Einflussbereich der Sonne und dem interstellaren Raum.

Bodenstationen treten regelmäßig mit den Sonden in Kontakt, deren Plutoniumbatterien noch bis etwa 2020 Energie liefern. Bei der NASA ist die Kontrolle und Datenverarbeitung der beiden Voyager-Sonden jährlich mit 4,2 Millionen Dollar im Budget veranschlagt.

Lennard Fisk, Wissenschaftler an der University of Michigan und der Vorsitzender des Wissenschaftsrats hält die Kürzungen für töricht. Voyager erreiche mit ihren Teilchendetektoren die interessanteste Phase ihrer Mission, den Rand des Sonnensystems. Und Ulysses könnte dabei sein, wenn die Sonne ihren 22-jährigen magnetischen Zyklus beendet.

Im Augenblick haben die Projektwissenschaftler keine Alternative als die Drohung ernst zu nehmen und sich auf eine Beendigung der Missionen vorzubereiten.  

Quelle: SpaceDaily zur Startseite...
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