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Fortschritte bei aufblasbaren Raumstationsmodulen
09. März 2005. Der Unternehmer Robert Bigelow hat im Stillen die Entwicklung aufblasbarer Orbitalmodule vorangetrieben. Die privat gebauten und finanzierten bewohnbaren Konstruktionen sollen für Forschungsprojekte, Raumschiffbau und auch als Aufenthaltsort für Touristen zur Verfügung gestellt werden.


Der frühere NASA-Ingenieur ist der Designer der aufblasbaren Module. (Quelle: Popular Science)

Bigelow Aerospace aus North Las Vegas plant den Start seines Genesis Pathfinder - eine kleinere Testversion für die dann folgende Nautilus-Modul, das auch unter dem Namen BA-330 firmiert.

Der ursprüngliche Plan von Bigelow Aerospace sah den Start an Bord einer Falcon V schon Ende dieses Jahres vor. Falcon V ist eine Weiterentwicklung der Falcon I von Space Exploration Technologies (SpaceX). Verzögerungen beim Start der Falcon I haben das Startdatum für Falcon V ebenfalls beeinflusst.

Bigelow will Genesis Pathfinder nun an Bord einer Dnepr Rakete starten, die von dem russisch-ukrainischen Raketenbetreiber ISC Kosmotras angeboten wird.

„Für den Rest dieses Jahres wird sich Bigelow Aerospace ganz auf die Vorbereitung von Genesis Pathfinder konzentrieren,“ sagte Mike Gold, ein Berater des Unternehmens. Die Ingenieure seien auf jeden Fall im Zeitplan.

„Wir haben mit ISC Kosmotras gesprochen und sie bemühen sich, den Start vorzuverlegen. Wir erwarten einen Start im ersten Quartal 2006,“ so Gold.

Laut Gold hat Genesis Pathfinder erst kürzlich umfassende Tests bestanden, in denen die Wiederstandsfähigkeit gegen die verschiedenen Druckverhältnisse bei Start und Aussetzung in den Orbit simuliert wurden. Vibrationstests wurden durchgeführt und die Hardware wurde einem Vakuum ausgesetzt. Die Tests wurden im Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena durchgeführt. „Die Testergebnisse waren ausgezeichnet,“ sagte Gold.

Die Dnepr-Rakete, die aus einem Silo heraus gestartet wird, ist eine vom Militär stillgelegte und dann umgewandelte R 36-M, besser bekannt unter dem Namen SS-18.

Robert Bigelow ist unter anderem Besitzer der Hotelkette Budget Suites of America und investiert sein eigenes Geld in die Idee der aufblasbaren Orbitalmodule.

Beim Start wiegt Genesis 1360 Kilogramm und ist 4,6 Meter lang und 1,9 Meter im Durchmesser. Einmal im Orbit wird die Konstruktion ihre Größe etwa verdoppeln.

Das geplante Modul BA-330 soll etwa 20 bis 23 Tonnen wiegen und im aufgeblasenen Zustand 13,7 Meter lang sein und 6,7 Meter im Durchmesser. Das nutzbare Volumen beträgt dann 330 Kubikmeter, daher auch der Name des Moduls.

Quelle: Space.com zur Startseite...
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