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Cassini gelingen erstmalig Aufnahmen vom Strahlungsgürtel des Saturn
01. März 2005. Mit einer neuartigen Kamera an Bord der Raumsonde Cassini haben Wissenschaftler erstmalig Bilder des Strahlungsgürtels innerhalb der Saturnringe aufnehmen können. Dazu kommen die besten Bilder des Magnetfeldes des Planeten.


Vergrößerung (60k) (Quelle: John Hopkins University))

Im Juli 2004 begann mit der AnkunftCassini’s am Saturn eine vierjährige Forschungsmission des sechsten Planeten von der Sonne. Eins der zwölf wissenschaftlichen Instrumente an Bord ist das vom Applied Physics Laboratory (APL) an der John Hopkins University gebaute MIMI (Magnetospheric Imaging Instrument). Mit MIMI werden elektrisch geladene Teilchen und das Magnetfeld des Planeten gemessen.

„Jedes mal wenn wir mit neuen Instrumenten in den Weltraum fliegen bekommen wir neue Eindrücke von den Objekten die wir gerade beobachten,“ sagt Dr. Stamatios Krimigis, der Instrumentleiter für das MIMI.

„Dieses mal konnten wir sozusagen das Unsichtbare sichtbar machen,“ sagt er. „Wir ‚sehen’ das Plasma und den Strahlungsgürtel des Saturn in einem Bild. Wir haben entdeckt, dass die Strahlen auf der Nachtseite des Planeten stärker sind. Es gibt zudem einen einen unerwarteten Strahlungsgürtel innerhalb des D-Rings und eine richtige Ionensuppe die durch die Spaltung von Wasser verursacht wird, wahrscheinlich aufgrund der Strahlung die auf die Ringe trifft.

Die Bilder wurden während der Einschwenkung in den Orbit mit INCA (Ion and Neutral Camera) aufgenommen, die Teil des MIMI ist. Sie misst die dreidimensionale Verteilung, Geschwindigkeiten und ungefähre Zusammensetzung von magnetosphärischen und interplanetarischen Ionen in Regionen, in denen die Fluktuationen energiereicher Ionen sehr gering sind. Das Instrument liefert außerdem eine globale Ansicht der neutralen Emissionen des heißen Plasmas in der Magnetosphäre des Saturn. Auch hier wird die Zusammensetzung und Geschwindigkeit der Ionen gemessen.

„Weil das Instrument Teilchen mit verschiedenen Energiewerten aufnimmt und zwischen ihnen unterscheidet, können Bilder der Verteilung dieser Teilchen hergestellt werden,“ sagt Dr. Donald Mitchell vom APL.

„Mit INCA konnten wir dort einen Strahlungsgürtel feststellen, wo kein Raumschiff hinfliegen kann, im inneren der Ringe,“ sagt Dr. Ed Roelof, ebenfalls APL. „Wir wussten nicht, dass dieser Gürtel existierte, aber wir haben ihn gesehen und konnten einige seiner Eigenschaften bestimmen.

„Die Eigenschaften des Hauptstrahlungsgürtels sind die vielleicht bedeutendste Entdeckung,“ sagt Dr. Doug Hamilton von der University of Maryland. „Er besteht im wesentlichen aus Produkten die auf Sauerstoff und Wasser zurückgehen. Das ist wahrscheinlich das Ergebnis des ständigen Bombardements der Saturnringe mit der intensiven Strahlung die in den Ringen gefangen ist. Und durch die Bombardierung wird Wasser freigesetzt und aufgeladen.“

Die Fähigkeit, Magnetosphären sichtbar zu machen wird laut Krimigis die Vorhersagen des Weltraumwetters verbessern. „Das könnte auf der Erde zu besseren Wettervorhersagen mit frühzeitigen Warnungen vor elektromagnetischen Stürmen führen. In der Vergangenheit haben diese Sonnenstürme die Kommunikation und sogar Stromleitungen unterbrochen.“

Quelle: John Hopkins University zur Startseite...
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