Startseite Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt

Planet Mars
Übersicht
Service
Newsletter bestellen
Artikel empfehlen






Die Schluchten des Valles Marineris
15. Februar 2005. Ein Panoramabild, aufgenommen von der High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord des Mars Express der ESA, zeigt den zentralen Teil des 4000 Kilometer langen Schluchtensystems Valles Marineris auf dem Mars.


Vergrößerung (VORSICHT: 8MB) (Quelle: ESA)

HRSC hat die Aufnahmen während der Orbits Nummer 334 und 360 mit einer Auflösung von etwa 21 beziehungsweise 30 Metern pro Bildpunkt gemacht. Das aus mehreren Bildern zusammen gesetzte Panorama zeigt ein Gebiet von etwa 300 mal 600 Kilometern Größe. Es liegt zwischen 3 und 13 Grad südlicher Breite und 284 und 289 Grad östlicher Länge.

Valles Marineris wurde nach der amerikanischen Sonde Mariner 9 benannt, die das riesige Schluchtensystem erstmals aus der Nähe beobachten konnte.

Es ist noch nicht geklärt, wie die gigantische Formation entstanden ist. Spannungen in der äußeren Kruste des Planeten haben möglicherweise das Hochland geformt, anschließend sind Blöcke dieser Kruste in die entstandenen Schluchten geglitten.

Die Entstehung des Valles Marineris ist geschah möglicherweise schon vor mehreren Milliarden Jahren, als die Tharsis-Höhen (westlich des Valles Marineris) sich als Ergebnis vulkanischer Aktivität zu heben begannen. Auf der Erde nennt man diesen Vorgang Rissbildung (engl. rifting), den man zum Beispiel in Kenia in Ostafrika beobachten kann.

Der Kollaps großer Teile des Hochlandes ist eine andere Möglichkeit. Beispielsweise könnten große Mengen Wassereis unter der Oberfläche gespeichert gewesen sein, die aufgrund von vulkanischer Aktivität geschmolzen wurden.

Das Wasser könnte dann nach Norden geflossen sein und Aushöhlungen hinterlassen haben, die anschließend einstürzten.

Wie das Valles Marineris auch ursprünglich entstanden sei, anschließend wurde die Landschaft durch starke Erosion weiter verändert. Zwei Landschaftsformen können deutlich unterschieden werden. Einerseits gibt es hohe Klippen mit hervorstehenden Kanten und Graten, Merkmale die auf der Erde typischerweise in trockenen Gebirgszonen gefunden werden.

Andererseits gibt es große Hügel (teilweise 1-2000 Meter hoch) auf dem Grund der Schluchten, die eine weichere und rundere Topographie aufweisen. Bisher haben Wissenschaftler keine Erklärung für die unterschiedlichen Landschaftsformen.

Unterhalb der nördlichen Klippe gibt es mehrere Gerölllawinen, die Material bis zu 70 Kilometer weit transportiert haben. Des weiteren sind auf dem Bild mehrere Strukturen erkennbar, die auf fließendes Material hindeuten. Möglicherweise hat also abgelagertes Material das Aussehen der Schluchten verändert.

In der Mitte des Bildes gibt es Formen die Gletscherschliff ähnlich sehen. Sie wurden erstmals in den siebziger Jahren von den Viking Sonden entdeckt, aber ihre genaue Ursache ist bis heute eine Rätsel.

Quelle: ESA zur Startseite...
tägliche Raumfahrt NewsNewsletter bestellen



Verwandte Artikel
"Tithonium Chasma" auf dem Mars...(04. Nov 2004)
Erodierte Schluchten auf dem Mars...(19. Nov 2004)

Copyright 2005 Raumfahrt24.de Herausgeber: Ingo Froeschmann