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Japanische Rakete ist gestartet
update 26. Februar 2005. Der Start ist absolviert. Die H-2A mit einem Wetter- und Kommunikationssatelliten an Bord hat um 10:25 Uhr abgehoben. Die Ingenieure hatten zuvor ein Kommunikationsproblem zwischen der Rakete und der Bodenkontrolle gelöst.

11:05 Uhr: Der Satellit ist abgetrennt. Der multifunktionale Transport Satellit 1R (MTSAT-1R) wurde ausgesetzt, womit die heutige Mission endet. Der Satellit wird für die Luftverkehrskontrolle und die Wetterbeobachtung eingesetzt. Der Satellit ersetzt MTSAT-1, der bei einem Fehlstart einer H-2 1999 zerstört wurde.

10:53 Uhr: Auch die dreiminütige Brennphase ist vorbei. 40 Minuten nach dem Start, um 11:05 Uhr, wird H-2R seine Nutzlast absetzen.

10:50 Uhr: Die Antriebsstufe ist wieder gezündet worden. Die Brenndauer wird etwa drei Minuten betragen und die Rakete in einen stark elliptischen Orbit bringen.

10:38 Uhr: Die zweite Hauptantriebsstufe ist ausgeschaltet. Die Rakete wird nun 12 Minuten ohne Antrieb fliegen um dann wieder zu zünden und den Satelliten MTSAT-1R in den geplanten Orbit zu bringen.

10:35 Uhr: Der Flug zum geosynchronen Transferorbit wird circa 40 Minuten dauern.

10:34 Uhr: Laut Bodenkontrolle läuft alles "glatt".

10:31 Uhr: Die erste Stufe des Hauptantriebs wurde abgeworfen. Die zweite Stufe zündete wie geplant.

10:30 Uhr Die Rakete fliegt auf dem korrekten Kurs und alle sechs Booster-Raketen zündeten wie geplant und wurden anschliessend abgeworfen. Der flüssiggasbetriebene Hauptantrieb brennt noch.




Start der ersten H2-A. Vergrößerung (101k) (Quelle: JAXA)

Bericht vom 11. Februar 2005
Nach einer 2002 begonnenen Serie von fünf erfolgreichen Starts kam im November 2003 eine H2-A mit zwei Spionagesatelliten an Bord vom Kurs ab und wurde von der Bodenstation aus gesprengt. Anscheinend war ein fehlerhafter Booster die Ursache gewesen.

Der Verlust war verheerend, da die H2-A die wichtigste Rakete der Japaner ist. Die folgende Fehlersuche brachte fast alle anderen Missionen des Landes zum Stillstand. Was den Verlust noch verschlimmerte, war die Tatsache, dass die rivalisierenden Chinesen nur einen Monat zuvor ihren ersten bemannten Raumflug bewerkstelligt hatten.

„Ein Erfolg des Starts der H2-A wird einen großen Einfluss auf die Zukunft des japanischen Weltraumprogramms haben,“ sagt Katsuji Koyama, Professor der Raumfahrtwissenschaften an der Universität Kioto. „Japan hat das verstanden und verfolgt nun auch das Ziel einer bemannten Mission.“

Offiziellen Angaben zufolge sind die Vorbereitungen auf der Startbasis in Tanegashima, einer entlegenen Insel 100 Kilometer südwestlich von Tokio, in ihrer letzten Phase. Die Rakete wird einen Wetter- und Kommunikationssatelliten ins All bringen.

Der Satellit ist ein Ersatz für Himawari 5 einen Wettersatelliten der seit 2004 nicht mehr korrekt arbeitet, wodurch Japan derzeit auf amerikanische Wetterdaten angewiesen ist. Der neue Satellit wird auch für die Luftverkehrskontrolle eingesetzt.

JAXA, die japanische Raumfahrtbehörde, hat weitere Starts in den nächsten Jahren geplant, grundsätzlich gibt es aber Fragezeichen bezüglich der Richtung des japanischen Raumfahrtprogramms.

Japan startete 1970 seine erste Rakete und gehört zu der kleinen Gruppe von Staaten, die erfolgreich eine Sonde zum Mond gesendet haben. Außerdem plant Japan die größte Mondmission seit dem amerikanischen Apollo Projekt, sowie weitere Sonden zur Venus und zum Merkur.

Japan war lange Zeit nicht an bemannter Raumfahrt interessiert, doch nun hat die Regierung eine Task Force eingerichtet, die die Möglichkeiten von bemannten Flügen in den nächsten 20 oder 30 Jahren prüfen soll.

Gleichzeitig sinkt die internationale Bedeutung der H2-A. Anfangs wurde sie als eine Paradebeispiel japanischer Technologie gefeiert und als Konkurrenz zu amerikanischen und europäischen Systemen gehandelt, doch ist die H2-A teuer und hat bisher keinen zahlenden Kunden anlocken können.  

Quelle: Space.com zur Startseite...
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