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NASA Budget 2006 vorgestellt
07. Februar 2005. Während die NASA finanziell besser abschneidet als andere Regierungsbehörden, wird ihr doch in George Bushs Budgetplanung für 2006 weniger Geld zugedacht als ursprünglich vorgesehen. Hubble und ein nukleares Antriebssystem sind die größten Opfer.


Hubble. (Quelle: NASA)

Das Weiße Haus beantragt 16,45 Milliarden US Dollar für das Haushaltsjahr 2006. gegenüber dem Vorjahresbudget ist dies eine Steigerung von 2,4 Prozent, aber immer noch eine halbe Milliarde Dollar weniger als die Raumfahrtbehörde erwartete.

Als der Präsident im vergangenen Jahr seine neue Weltraumvision bekannt gab, setzte er sich auch dafür ein, das Budget der NASA drei Jahre in Folge um jeweils fünf Prozent zu erhöhen. Für 2005 wurde das versprechen erfüllt, die Vorhersage für den Rest des Jahrzehnts sieht jedoch wesentlich bescheidener aus.

Das größte Opfer des Budgetvorschlags ist JIMO (Jupiter Icy Moons Orbiter), das im wesentlichen im Budget für 2006 nicht mehr vorkommt. Die NASA hatte für das Jahr 2015 eine mehrere Milliarden Dollar teure nukleargetriebene Mission zu den Monden des Planeten Jupiter vorgesehen.

Funktionäre erklärten nun, dass JIMO als Demonstrationsmission zu ambitioniert gewesen sei, und man suche nun nach einer Alternative. Die NASA beantragt immer noch 320 Millionen US Dollar für Forschungen an nuklearen Antrieben, was aber um einiges unter den ursprünglich geplanten 500 Millionen Dollar liegt.

Die Gelder für das Projekt Constellation, ein Transportschiff das Astronauten zum Mond bringen kann, wurden gekürzt, die beantragten 1,1 Milliarden Dollar seien aber genug, um das Schiff wie geplant 2014 fertigzustellen.

Die Ausgaben für das Space Shuttle Programm sinken auf 4,3 Milliarden nach über 5 Milliarden in 2005, inklusive der Verbesserungen nach dem Columbia Unglück.

Keine Gelder stehen für eine Service Mission zum Weltraumteleskop Hubble zur Verfügung. Stattdessen beantragt die NASA 75 Millionen Dollar für die Entwicklung einer Rückholmission, die das Teleskop nach dem Ende seiner wissenschaftlichen Nutzung sicher im Pazifik versenken soll. Die NASA beantragt darüber hinaus 20 Millionen Dollar für die Untersuchung von lebensverlängernden Alternativen für Hubble, wobei tatsächliche Reparaturmissionen, seien sie bemannt oder unbemannt jedoch ausgeschlossen sind. Hubble’s Instrumente werden wahrscheinlich 2007 oder 2008 ausfallen.

Gut gefördert wird das Direktorat Science Missions. Es bekommt 5,5 Milliarden Dollar für 2006, genug um das James Webb Space Telescope wie geplant 2011 fertigzustellen. Mit im Budget sind auch unbemannte Missionen zum Mond und zum Mars, sowie Aufgaben der Erdbeobachtung.  

Quelle: Space.com zur Startseite...
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