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Auch im Himmel werden die Sterne nicht unendlich groß
07. Februar 2005. Neue Forschungsergebnisse der University of Michigan deuten darauf hin, dass es für das Gewicht eines Sterns eine obere Grenze gibt, die bei etwa 120 bis 200 Sonnenmassen liegt.


N81 in der kleinen Magellanschen Wolke, eine Region junger, heißer Sterne innerhalb der Staubwolke, aus der sie entstehen. (Quelle: Hubble)

Da die Sonne der uns am nächsten gelegen Stern ist erscheint sie groß am Himmel, verglichen mit anderen Sternen in der Milchstraße ist sie jedoch ein kleiner Stern. Die Antwort auf die Frage der maximal möglich Größe eines Sterns würde eine fundamentale Frage beantworten, wirft aber sofort neue Fragen auf. „Warum gibt es zum Beispiel eine Obergrenze?“ fragt Sally Oey, Professorin für Astronomie an der University of Michigan.

Die Studie ist die erste die diese Obergrenze in einer Reihe von Sternhaufen untersucht und erscheint am 10. Februar in den Astrophysical Journal Letters.

Andere Studien haben schon zuvor eine ähnliche Obergrenze vorgeschlagen, obwohl nur jeweils ein Sternhaufen untersucht wurde. Die aktuelle Studie ist aussagekräftiger, da mehrere Haufen betrachtet wurden.

Oey und ihr Kollege C.J. Clarke vom Institute of Astronomy in Cambridge untersuchten Sternhaufen in der Milchstraße und der Magellanschen Wolke, einer Nachbargalaxie die noch nah genug ist, um einzelne Sterne zu sehen und zu messen.

„Bei der Untersuchung jedes beliebigen Haufens findet man etwa das gleiche Verhältnis zwischen großen und kleinen Sternen. Die Wahrscheinlichkeit, Sterne oberhalb einer bestimmten Größe zu finden, nimmt bei 120 bis 200 Sonnenmassen rapide ab,“ sagt Oey.

Die Frage nach der Masse eines Sterns hat einen großen Einfluss auf seine Entstehung. „Meine Topfpflanzen werden nicht mehr größer, weil ihre Wurzeln sich im ganzen Blumentopf ausgebreitet haben,“ erklärt Oey. „Würde ich sie umtopfen, würden sie größer werden.“ Die Frage ist, wird die Größe eines Sterns vom verfügbaren Material bestimmt, oder gibt es, wie bei Walen im Ozean, eine physikalisch bedingte Obergrenze?“

„Die größten Sterne stoßen riesige Mengen Energie aus, sowohl während als auch am Ende ihres Lebens. Das führt dem interstellaren Raum große Mengen an Energie zu, was wiederum zu erhöhter Aktivität bei der Sternentstehung führt.

„Mit mehr Sternen und mehr Energie im interstellaren Raum gibt es auch mehr Evolution,“ sagt Oey. „Es bringt die Dinge durcheinander.“  

Quelle: University of Michigan zur Startseite...
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