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US Kongress streitet um Hubble’s Zukunft
03. Februar 2005. Die Rettung des Weltraumteleskops ist in den Augen von Politikern möglicherweise zu gefährlich und teuer. Das Sagte ein Sprecher nach einer Anhörung von Wissenschaftlern über die Optionen für die Reparatur oder Stilllegung des Teleskops.


Das Hubble Weltraumteleskop (Quelle: NASA)

Nach Meinung des Vorsitzenden des Wissenschaftskommittees des Kongresses muss der Kongress entscheiden, ob die Reparaturkosten für das 14 Jahre alte Teleskop, das bekannt ist für seine inspirierenden Bilder des Universums, tragbar sind oder nicht. Es geht um etwa 2 Milliarden US Dollar.

„Wir müssen die schwierige Entscheidung treffen, ob Hubble eine Reparaturmission wert ist, wenn diese Mission gleichzeitig nachteilige Auswirkungen auf andere Projekte, auch im Bereich der Astronomie, hat,“ sagte der Repräsentant für New York, Sherwood Boehlert.

Die NASA hatte bereits einige Reparaturmissionen durchgeführt und nach Meinung von Experten ist eine weitere notwendig, da die Kreiselstabilisatoren und Batterien des Teleskops zwischen 2007 und 2010 ausfallen werden. „Nach dem Absturz der Raumfähre Columbia am 1. Februar 2003 ist eine weitere bemannte Mission zum Weltraumteleskop zu riskant,“ meint Dana Rohrabacher, Repräsentant für Kalifornien.

„Einige Leute wollen einfach so weitermachen wie bisher und tun so, als wären die katastrophalen Shuttle-Unfälle nie passiert,“ sagte er.

Auch die Experten sind sich nicht über die beste Vorgehensweise einig. Ein Bericht der National Academy of Sciences empfahl der NASA im Dezember die Verwendung von Astronauten für die Reparatur.

„Das Risiko für die Besatzung einer Rettungsmission sei sehr gering,“ schätzt Louis Lanzerotti vom New Jersey Institute of Technology die Gefahr ein.

Auf der anderen Seite könnte eine Rettungsmission mit einem Roboter großen wissenschaftlichen Nutzen für zukünftige Missionen, besonders im militärischen Bereich, haben.

Das Ziel einer Mission wäre der Austausch von Batterien und Kreiselstabilisatoren sowie die Installation von zwei neuen Kameras, die das Teleskop leistungsfähiger machen würden als jemals zuvor.

Die NASA hat eingewilligt, in jedem Fall eine letzte Robotermission durchzuführen, die Hubble spätestens im Jahr 2013 sicher im Ozean versenken wird.

Quelle: Space.com zur Startseite...
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