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Teil der fehlenden Materie gefunden
02. Februar 2005. Nur ungefähr fünf Prozent der Masse und Energie des Universums bestehen aus normaler Materie, den subatomaren Teilchen aus denen alle sichtbaren Dinge bestehen. Wissenschaftler haben keine Ahnung wie die restlichen 95 Prozent aussehen, also wird ein Teil Dunkle Materie und der Rest Dunkle Energie genannt. Selbst ein Teil der normalen fünf Prozent ist schwierig zu lokalisieren, aber neue Beobachtungen haben jetzt einen Teil von ihr gefunden.


Diese Illustration zeigt die Absorption der Röntgenstrahlen die von Markarian 421 kommen durch zwei intergalaktische Gaswolken. Das Spektrum zeigt Anzeichen, dass drei verschiedene Wolken Röntgenstrahlen filtern oder absorbieren. Vergrößerung (222k) ((Quelle: PSU)

Die Gesamtmasse des Universums, sichtbar und unsichtbar, wird geschätzt indem beobachtet wird wie Sternhaufen zusammenhängen und Galaxienhaufen durch Gravitation zusammenhalten. Normale Materie allein kann die notwendige Gravitation nicht liefern.

Die Existenz der Dunklen Energie wird vermutet, da sich das Universum immer schneller ausdehnt. Etwas muss dies Expansion vorantreiben.

Normale Materie beinhaltet Sterne, Planeten, Monde und interstellares sowie intergalaktisches Gas. Neue Beobachtungen des Chandra Röntgenteleskops enttarnten zwei riesige Wolken intergalaktischen Gases. Diese Wolken sind der bisher beste Beweis dafür, das ein kosmisches Netz aus heißem Gas bislang gesuchte Materie enthält. Teilchen der Normale Materie werden auch als Baryonen bezeichnet. „Eine Inventur aller Baryonen die in Sternen und Gasen innerhalb und außerhalb von Galaxien existieren, erklärt etwa die Hälfte aller Baryonen die kurz nach dem Big Bang existierten,“ erklärt Fabrizio Nicastro vom Harvard Smithsonian Center for Astrophysics. „Jetzt haben wir einen mögliches Versteck der fehlenden Baryonen entdeckt.“

Computersimulationen der Entstehung von Galaxien und Galaxienhaufen deuteten darauf hin, dass die fehlenden Baryonen in einem sehr dünnen netzartigen System von Gaswolken, aus denen Galaxien entstanden, enthalten sind.

Diese Gaswolken wurden bisher nicht entdeckt wegen ihrer großen möglichen Temperaturspanne von einigen hunderttausend bis zu einer Million Grad Celsius und ihrer extrem geringen Dichte. Anzeichen für diese Materie wurde um unsere Galaxie und in unserer lokalen Gruppe gefunden, aber das Fehlen besserer Daten für den Rest des Universums machten Schätzungen über die Masseverteilung der Baryonen unzuverlässig.

Nicastro und seine Kollegen suchten nach Röntgenstrahlen aus der Richtung der hellen aber entfernten Galaxie Markarian 421, die auf ihrem Weg zu uns durch warmes Gas wandern. Die Röntgenstrahlen wurden durch ionisierten Stickstoff und Sauerstoff, die normalerweise unsichtbar sind, absorbiert. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Gas genug Materie enthält um fehlende Materie zu enthalten.

Es sind jedoch nur zwei Gaswolken, die untersucht wurden. Es ist noch nicht erwiesen, dass diese Region typisch für das gesamte Universum ist.  

Quelle: Space.com zur Startseite...
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