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Die Entstehung des Erdmondes ähnelt der des Plutomondes
31. Januar 2005, Ingo Froeschmann. Objekte im Kuipergürtel, sowie der Pluto und sein Mond Charon haben möglicherweise Gemeinsamkeiten mit dem Erde-Mond System: einen gewaltiger Einschlag in ferner Vergangenheit.


Ausschnitt aus einer Simulation der Entstehung des Systems Pluto-Charon. Die Simulation als Quicktime Movie finden Sie hier (161k). (Quelle: Southwest Research Institute
Wie das Wissenschaftsmagazin in seiner Ausgabe vom 28. Januar berichtet, nimmt Dr. Robin Canup vom Southwest Research Institute an, dass das Gespann Pluto-Charon ebenso entstanden ist wie unser Mond, nämlich durch eine Kollision in der Entstehungsphase des Planeten.

Während das Gewicht des Mondes nur etwa ein Prozent der Erdmasse beträgt, kommt Charon auf wesentlich höhere 10-15 Prozent der Plutomasse. Canup’s Simulationen schlagen deshalb ein proportional wesentlich größeres Kollisionsobjekt vor, fast so groß wie Pluto selbst. Charon könnte durch diesen Einschlag gewissermaßen durch Absprengung von Pluto sofort geformt worden sein.

Laut Dr. Canup könnte eine Kollision im frühen Kuipergürtel – eine Scheibe kometenähnlicher Objekte jenseits des Neptunorbits – einen Planeten mitsamt einem Mond ähnlich den Eigenschaften von Pluto und Charon geformt haben. Die zusammentreffenden Objekte wären im Durchmesser zwischen 1600 und 2000 Kilometer groß gewesen, etwa die Hälfte des Erdmondes.

Die Forschungsergebnisse lassen darauf schließen, dass die beiden Systeme trotz ihrer erheblichen Unterschiede ein wichtige Gemeinsamkeit haben. Das festigt die Theorie, dass Kollisionen einen wichtigen Einfluss auf das endgültige Aussehen von Planeten haben.

Die Kollisionstheorie wurde erstmalig in der Mitte der siebziger Jahre für das Erde-Mond System vorgeschlagen, für Pluto und Charon Anfang der achtziger Jahre. Die Simulationen sind nun das erste erfolgreiche Modell dieser Theorie.

In einem von Canup veröffentlichten Modell aus dem Jahre 2001 wurde gezeigt, dass der Einschlag eines Objekts von der Größe des Mars in der späteren Entwicklungsphase der Erde den an Eisen sehr armen Mond verursacht haben könnte.
Quelle: Southwest Research Institute zur Startseite...
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Copyright 2005 Raumfahrt24.de Herausgeber: Ingo Froeschmann