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Meteoritenfund auf dem Mars bestätigt
20. Januar 2005, Ingo Froeschmann. Der Mars Rover Opportunity hat einen Eisenmeteoriten gefunden,den ersten Meteoriten überhaupt, der je auf einem anderen Planeten entdeckt wurde.


(Vergrößerung (69k)) (Quelle: NASA/JPL)

Wie mit dem Spektrometer an Bord des Rovers bestätigt werden konnte, besteht das mit Dellen übersäte fußballgroße Objekt hauptsächlich aus Eisen und Nickel. Nur ein kleiner Teil der auf der Erde gefundenen Meteoriten sind ähnlich metallreich, die meisten enthalten mehr Gestein.

„Das ist eine riesige Überraschung, obwohl, vielleicht sollte es keine sein,“ ist sich Dr. Steve Squyres etwas unsicher. Squyres ist der Experimentleiter für die wissenschaftlichen Instrumente an Bord beider Rover.

Der „Heat Shield Rock“ genannte Brocken befindet sich in der Nähe von Opportunity’s Hitzeschild in der Meridiani Ebene, ein kraterübersätes Flachland das seit über einem Jahr das Forschungsgebiet des Rovers ist.

„Ich hätte nie gedacht, dass wir unsere Instrumente an einem Objekt ausprobieren könnten, das nicht vom Mars kommt,“ sagt Squyres. „Überlegen Sie mal wo ein Eisenmeteorit herkommt! Ein zerstörter Planet oder zumindest ein Kleinplanet, der zumindest groß genug war um einen metallischen Kern und eine felsige Kruste auszubilden.“

Rover Wissenschaftler fragen sich nun, ob einige der Felsen die Opportunity auf der Meridiani Ebene gesehen hat, Felsmeteoriten sein könnten. „Der Mars sollte von wesentlich mehr felsigen als eisenhaltigen Meteoriten getroffen worden sein,“ sagt Squyres. „Wir haben eine Menge große Steine in der Ebene gesehen, und das wirft die Frage auf, ob nicht einige von ihnen Meteoriten sein könnten. Vielleicht untersuchen wir das in den kommenden Wochen. Der Punkt ist nicht, was wir über Meteoriten lernen können – davon haben wir auf der Erde genug – sondern was uns diese Meteoriten über die Meridiani Ebene erzählen können.

Die Anzahl der sichtbaren Meteoriten könnte verraten, ob die Ebene langsam abgetragen wird oder ob dort Sand abgelagert wird.

Erste Untersuchungen von „Heat Shield Rock“ mit dem Wärmeemissionspektrometer deuteten auf eine metallische Zusammensetzung des Fundstücks hin, worauf die Spekulationen, es handele sich um einen Meteoriten, aufkamen. Der Rover wurde daraufhin näher heran gelenkt und das Mössbauer- und das Röntgenspetrometer konnten die Vermutung bestätigen.

Quelle: NASA/JPL zur Startseite...
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