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Cassini-Huygens
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Huygens: Die Landung auf Titan
14. Januar 2005, Ingo Froeschmann. An dieser Stelle berichtet Raumfahrt24 am Freitag live aus dem Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtagentur in Darmstadt von der Landung der Sonde Huygens auf dem Saturnmond Titan. Für die neuesten Informationen die Seite von Zeit zu Zeit neu laden!

Aktuelle Entwicklungen


00:40 Uhr
Nun wurde bestätigt, dass Kanal A versagt hat, dessen gesamter Datenstrom nicht aufgezeichnet wurde und dadurch die Daten des Windexperiments verloren gegangen sind. Das Versagen lag auf Seiten von Cassini, dessen zuständiger Empfänger aus irgend einem Grund versagt hat. Es ist fraglich, ob man aus dem von den Radioteleskopen der Erde aufgezeichneten, sehr schwachen Signal des Kanal A noch Daten rekonstruieren kann. Jedenfalls zeigt sich daran, wie gut man in dieser Risikobranche daran tut, alle wichtigen Elemente doppelt oder gar dreifach redundant auszulegen.

00:30 Uhr
Leider ein trauriges Ende für diesen schönen Tag. Ich weiss zwar nicht, ob der von der Huygens-Landung verursachte Traffic Schuld am Serverausfall meines Providers ist, vermute es aber fast. Falls der Server im Laufe der Nacht wieder verfügbar wird, gibt es hier noch ein letztes update.

21:30 Uhr
Es war ein spannender, aber auch sehr anstrengender Tag im ESA Kontrollzentrum. In den nächsten 1,5 Stunden wird die ESA weitere Bilder veröffentlichen. Kurzfristig werden sie die Bilder bei raumfahrer.net oder bei www.esa.int finden können. Ich melde mich gegen 23:00 Uhr wieder mit abschliessenden Infos zum Tag. Vielen Dank.

21:10 Uhr
Hier ist ein erster Screenshot zu finden.

20:56 Uhr
Das erste Bild aus 40 Kilomtern Höhe wird gerade gezeigt. Man sieht etwas wie Kanäle, die auf etwas wie eine Küste zulaufen. Die Bilder sind noch nicht gereinigt, da es einiges in den Bildern gibt, das sicherlich nicht so ist wie es gerade aussieht.

20:50 Uhr
Kein Veränderung.

20:20 Uhr
Bislang gibt es keine neuen Aussagen zu verfügbaren Bildern. Es gab noch keine Mitteilung von offizieller Seite.

20:20 Uhr
Die ESA hat eine Pressemitteilung herausgegeben, die ich hier veröffentlicht habe.

20:00 Uhr
Nachtrag: Die Kanäle A und B sollten identische Daten übertragen mit der Ausnahme, dass der Kanal A zusätzlich für das Doppler-Windexperiment mit Cassini gebraucht wurde. Wie nun gesagt wurde, soll Kanal A nicht so funktioniert haben wie erwartet, aber Kanal B sieht einwandfrei aus. Die Datenauswertung schreitet derweil fort. So weiß man schon, dass in 50 km Höhe die Temperatur in der Sonde 25 Grad betragen hat, ein sehr guter Wert. Die Isolierung der Sonde wurde übrigens in Deutschland konstruiert und gebaut.

19:55 Uhr
Der jetzige Zeitplan sieht eine Veröffentlichung von wahrscheinlich jeweils einem Bild um 20:30 Uhr, 21:30 Uhr und 22:00 Uhr vor. Geplant ist, Bilder aus verschiedenen Höhen der Atmosphäre zu veröffentlichen. Das Bild um 22: Uhr wird dann, wenn alles läuft wie geplant, in einigen Metern über der Oberfläche aufgenommen worden sein.

19:00 Uhr
Ich habe zwei weitere Bilder der Pressekonferenz hochgeladen. Hier sind sie. Etwas Geduld beim Öffnen

18:20 Uhr
Der Tagesplan der für Bilder zuständigen Teams steht weiterhin. Geplant ist, spätestens um 20:30 Uhr ein erstes Bild zur Veröffentlichung zur Verfügung zu haben. In der nächsten Stunde sind keine Veröffentlichungen geplant, spannend wird es wahrscheinlich erst wieder gegen 20 Uhr. Bleiben Sie dran!

18:15 Uhr
In gewisser Weise kann gesagt werden, dass aus Sicherheitsgründen zwei Sonden auf dem Titan gelandet sind. Viele Teile der Sonde sind redundant konstruiert worden, das betrifft jedoch nicht die Instrumente, die jeweils nur einmal vorhanden sind. Sämtliche Instrumente schicken aber ihre Daten, und zwar jeweils verschiedene, über die kommunikationskanäle.

18:05 Uhr
Die über den Kanal B gesendeten Daten wurden kontrolliert, und es stellte sich heraus, dass nicht ein einziges Datenpaket auf dem Weg zur Erde verloren gegangen war. Die maximale Batterieleistung wird mit 7 Stunden angegeben.

18:01 Uhr
Die Temperatur in der Sonde Huygens war übrigens 25 Grad Celsius, eine ideale Temperatur für die Geräte an Bord und besonders für die Batterrien. Das könnte ein Grund sein, warum die Sonde so lange senden konnte.

17:59 Uhr
Weltweit läuft eine Anstrengung, weitere Radioteleskope auf den Titan auszurichten, da Huygens möglicherweise immer noch sendet. "Aber, diese Radioteleskope sind riesige Biester, wenn es darum geht, sie zu bewegen," sagt Jean Pierre LeBreton.

17:55 Uhr
Anscheinend werden Daten auf zwei verschiedenen Kanälen gesendet, und zur Zeit gibt es noch Fragezeichen für einen dieser Kanäle. Übertragen wird zur Zeit sogenanntes "housekeeping data". Die wissenschaftlichen Daten sind noch nicht erkennbar.

17:50 Uhr
Die brennenden Fragen sind noch nicht beantwortet. Das erste Bild wird noch einige Stunden auf sich warten lassen. Auch die Antwort auf die Frage, wie denn der Untergrund aussieht, - weich, fest, flüssig - ist noch nicht beantwortbar. Die ersten Ergebnisse werden sie aber hier in den nächsten Stunden erfahren.

17:45 Uhr
Ministerin Bulmahn bedankt sich bei den europäischen Partnern. Sie sieht die Mission als Beweis für eine ausgeezichnete Zusammenarbeit zwischen NESA und NASA und als Beweis für die Möglichkeit, das Wissen über das Universum mit unbemannten Sonden extrem zu erhöhen.

17:35 Uhr
Mehr als zwei Stunden nach dem Touchdown sendete Huygens noch. Es gibt sogar zu wenig Bodenstationen. Die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse werden im Laufe der Nacht erwartet. Die Mission ist anscheinend ein voller Erfolg.

17:35 Uhr
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat die Bühne betreten und hebt den Daumen. Ein gutes Zeichen? Die Pressekonferenz beginnt. Jean-Jacques Dordain begrüsst die Anwesenden: Der Morgen war gut, der Nachmittag ist besser. Ein wissenschaftlicher Erfolg!"

17:25 Uhr
Die angekündigte Zeit von 17:30 Uhr wird wohl eingehalten werden.

17:22 Uhr
Auch im Kontrollraum herrscht Gedränge, es wird gespannt diskutiert, noch gibt es aber keine Verlautbarung über den Grund des Applauses.

17:20 Uhr
Es herrscht dichtes Gedränge im Präsentationssaal. Mehrere hundert Geladene Gäste und Journalisten drängen sich hier. Applaus im Kontrollraum!

17:13 Uhr
Die Pressekonferenz wird sich um einige Minuten verzögern und ist jetzt auf 17:30 angesetzt. Zu diesem Zeitpunkt müsste die ESA dann bekanntgeben können, ob die Datenübertragung von Cassini erfolgreich begonnen hat. Da Cassini mehrere Sicherheitskopien der Huygens -Daten erstellt hat, wird die Übertragung ohnehin bis Morgen dauern.

17:02 Uhr
Gespanntes Warten in den Gängen und im Kontrollraum. noch wenige Minuten, dann sollten die ersten Daten von Huygens in Darmstadt eintreffen. Für 17:15 Uhr ist die nächste Pressekonferenz angesetzt.

16:29 Uhr
Eben kommt aus dem Kontrollraum die Information, dass die Empfänger an Bord von Cassini arbeiten. Das ist die nächste Hürde auf dem Weg zu den Huygens-Daten. Daten von Huygens selbst sind noch nicht verfügbar.

16:23 Uhr
Huygens überträgt immer noch Daten von der Oberfläche des Mondes, sehr zur Überraschung der Techniker. Leider können die Daten nicht mehr von Cassini aufgenommen werden. "Die Sonde hat mehr als fünf Stunden in der Atmosphäre des Titan überlebt," sagt Huygens Missionsmanager Jean-Pierre Breton. "Aber es war klar, dass die Datenaufnahme irgendwann enden musste."

16:20 Uhr
Saturn ist der Erde zur Zeit sehr nah. Gestern hatte der Ringplanet mit 750 Millionen Kilometern den geringsten Abstand des Jahres zur Erde.

16:10 Uhr
Die ersten Daten werden innerhalb der nächsten Stunde erwartet. Davor werden bereits Testdaten von Cassini erwartet. Dabei sendet Cassini leere Datenpakete zur Erde. Die sechs für die Instrumente verantwortlichen Wissenschaftler warten sehnsüchtig auf Daten von ihren Instrumenten, aber nun werden ein paar Minuten wohl keinen Unterschied mehr machen.

16:05 Uhr
Hier finden Sie ein paar Bilder aus dem Präsentationsraum der ESA. Bilder von Titan sind da noch nicht dabei!

15:45 Uhr
Die Datenaufnahme sollte in diesen Minuten beendet werden. Huygens verschwindet aus der Sicht von Cassini hinter dem Titanhorizont und kann keine Daten mehr zu Cassini senden. Cassini wird sich nun drehen und seine Antennen auf die Erde ausrichten, um die Daten zur Erde zu funken.

15:05 Uhr
Neue Nachrichten aus dem Kontrollraum: Das Transmitter-Signal wird immer noch empfangen, was ein sehr gutes Zeichen ist. Es deutet darauf hin, dass das Maximum aufgenommen wird. Gleichzeitig ist es keine Garantie für die Qualität und Menge der Daten. In etwa 35 Minuten wird Cassini die Datenaufnahme von Huygens beenden und beginnen, Daten zur Erde zu senden

Gleichzeitig werden die Daten aus Mauna Kea weiter analysiert, um zu sehen, ob nicht irgendwo das Signal des Feuerballs versteckt liegt. In gewisser Weise ist es eine gute Nachricht, dass kein Feuerball gefunden wurde, der bedeuten könnte, dass die Sonde zu heiss geworden ist. Das die Sonde weiterhin auf Sendung ist, beweist aber schon das Gegenteil. Gute Nachrichten, kein Fireball

14:40 Uhr
Es gibt zur Zeit keine neuen Entwicklungen. Die Ankunft der ersten Daten wird frühestens für 16:20 erwartet. Das ist dann der Beginn der Übertragungen. Hier ist ein Bild des funktionsfähigen Modells von Huygens, das im Präsentationsraum der ESA ausgestellt ist.

13:50 Uhr
Die Tatsache, dass ein Transmitter-Signal empfangen werden kann, bestätigt indirekt auch das Funktionieren des Doppler Wind Experiments (DWE) an Bord von Huygens. Das DWE untersucht die Ausbreitung von Radiosignalen in der Titanatmosphäre um diese zu analysieren. Der für das DWE zuständige Wissenschaftler ist Michael Bird von der Universität Bonn.

13:45 Uhr
Die ersten wissenschaftlich verwertbaren Daten werden gegen 17:15 Uhr erwartet. Es gab Pläne, den Eintritt der Sonde von Mauna Kea, Hawaii, zu beobachten. Es wurde gehofft, dass Huygens als Feuerball beobachtet werden könnte. Dafür gibt es aber zur Zeit keine Bestätigung.

13:45 Uhr
Das Radioteleskop in Greenbank, USA, ist das Teleskop, welches das Transmitter-Signal der Sonde Huygens zuerst aufgefangen hat. Jetzt hat auch das Hobart-Teleskop in Australien das Signal aufgefangen. Das Signal bedeutet, dass sich mindestens der erste Fallschirm geöffnet hat, der unter anderem für die Aktivierung des Transmitters zuständig war. Das Transmitterssignal ist nun seit zwei Stunden regelmäßig aktiv.

13:35 Uhr
Und weiter geht es. In diesen Minuten sollte die Sonde ihren Atmosphärendurchflug beendet haben und auf der Oberfläche des Titan aufgetroffen sein. Es ist bekannt, dass die Sonde ihren Anflug intakt begann. Aktuelle Daten der Landung werden erst später verfügbar werden. Gegen 20:30 Uhr rechnet die ESA mit dem ersten Bild.

12:15 Uhr
Das nächste Medienbriefing folgt um 13:30, bis dahin werden keine Neuigkeiten veröffentlicht.

12:15 Uhr
Ein Ausflug: Wie sieht die Zukunft der europäischen Raumfahrt aus? Michael McKay, zuständig für Fortschrittliche Konzepte, arbeitet am Aurora Konzept der ESA, dass die Planung für die Zeit nach 2015 macht. Sein Kommentar: "Der erste Astronaut, der auf dem Mars landet, ist schon geboren!"

11:55 Uhr
Zur Zeit ist Huygens etwa 60 Kilomter über der Oberfläche des Mondes. Ein viel gefragter Claudio Sollazzo erläutert die Funktion der Näherungssensoren, die im unteren Bereich der Atmosphäre wichtig sind. Sie senden Mikrowellen in Richtung Oberfläche die von dortreflektiert werden und wieder von der Sonde empfangen. Der Empfänger gibt diese Informationen an sämtliche Instrumente weiter, die sich dann darauf einstellen.

11:42 Uhr
Breaking News: Ein erdbasiertes Teleskopnetzwerk bestehend aus 16 Teleskopen in Australien, China, Japan und den USA hat ein Signal von Huygens entdeckt. Das ist ein grosser und unerwarter Erfolg. Das Signal ist eine Art Telefonsignal, ein Trägersignal, das keine Information enthält. Die versamelten Wissenschaftler und Gäste jubeln.

11:40 Uhr
John Zarnecki ist der Teamleiter für das Surface Science Package Team. Für ihn ist die eigentliche Landung auf dem Mond der spannendste Moment der Mission. Die größte Frage für ihn ist die Beschaffenheit der Oberfläche. Sein 23-köpfiges Team hat sogar gewettet, und das Ergebnis ist eine "weichfeste" Oberfläche. Das Gelächter im Publikum überrascht ihn nicht. Er geht von einer Kohlenwasserstoffoberfläche aus, die eine ähnliche Konstistenz wie flüssiger Teer, nur viel kälter, habe.

11:23 Uhr
Huygens hat insgesamt sechs Instrumente an Bord. Der größte Teil der Instrumente ist der Erforschung der Titanatmosphäre gewidmet. Unter anderem ist eine Kamera an Bord, die an der Seite der sich drehenden Sonde angebracht ist, so dass es möglich sein könnte, Panoramabilder der Umgebung zu erstellen.

11:15 Uhr
Der geplante Moment des Atmosphäreneintritts ist 11:13. Zu diesem Zeitpunkt wird das erste Instrument, das Huygens Atmospheric Structure Instrument (HASI), angeschaltet. Der für HASI zuständige Marcello Fulchignioni erwartet die besten Daten des Jahrhunderts über den Mond Titan. Auf Titan werden 180 Grad unter Null herrschen, aber während des Eintritts wird das Metall des Hitzeschilds der Sonde zum Glühen gebrachtund könnte 10 000 Grad Celsius erreichen, doch der Hitzeschild sollte die Instrumente ausreichend schützen. Der kritischste Moment wird aber die Entfaltung der Fallschirme sein.

11:02 Uhr
Cassini ist schon jetzt eine sehr erfolgreiche Mission gewesen. So hat sie zum Beispiel seit ihrer Ankunft im Juni 2004 zwei weitere Saturnmonde entdeckt. Gaele Winters, ESA Director of Operations aus dem Kontrollraum: "Wir sind alle ein bischen nervös, aber es ist auch nicht wirklich "normal business" heute."

10:50 Uhr
Jetzt ist eine live-Schaltung in den ESA-Kontrollraum zu ESA Huygens Operations Manager Clauio Sollazzo geplant. In etwa 15 Minuten wird Huygens in die Atmosphäre des Titan eintreten, während Cassini nach Signalen von Huygens horcht. Claudio Sollazzo ist sichtbar aufgeregt, heute ist der entscheidende Tag für seine Mission.

10:38 Uhr
Ein Vertreter der NASA, Alphonso V. Diaz, richtet Grüße vom Adminstrator der NASA, Sean O'Keefe, der aus persönlichen Gründen nicht in Darmstadt anwesend sein kann.

10:30 Uhr
Herzlich Willkommen aus dem Kontrollzentrum der ESA in Darmstadt. Es herrscht eine gespannte Atmosphäre in den Räumen der ESA. In diesen Momenten werden die etwa 500 geladenen Gäste und Pressevertreter vom Direktor der ESA, Jean-Jacques Dordain, begrüsst, der an die drei vorangegangenen ESA-Direktoren, die in der 30-jährigen Entwicklungsgeschichte der Cassini-Huygens beteiligt waren.

Am Freitag gegen 11 Uhr geht es los!

Der Zeitplan für Freitag
  • 10:51 Huygens schaltet seine Transmitter ein. Obwohl Huygens in dieser Phase Cassini nicht kontaktieren kann, werden vorbereitend die Transmitter eingeschaltet.  
  • 11:13 Huygens erreicht die Eintrittshöhe. Die Eintrittshöhe wurde auf 1270 Kilometer über der Titanoberfläche festgelegt. Hier findet der Eintritt in die Atmosphäre statt.  
  • 11:15 Die Sonde erfährt die höchste Bremswirkung. Die Höchstgeschwindigkeit der Sonde erreicht 2000 Stundenkilometer.  
  • 11:16 Der Pilotfallschirm öffnet sich. Der Fallschirm öffnet sich automatisch, wenn Huygens eine Geschwindigkeit von 400 Metern pro Sekunde erreicht, also etwa 180 Kilometer über der Oberfläche. Der Pilotfallschirm ist mit 2,6 Metern Durchmesser der kleinste Fallschirm der Sonde. Sein einziger Zweck ist die Entfernung des rückwärtigen Hitzeschildes, der für den Atmosphäreneintritt gebraucht wurde.  
  • 11:16 Hitzeschild entfernt und Hauptfallschirm geöffnet. 2,5 Sekunden nach dem Öffnen des Pilotfallschirms löst sich der rückwärtige Hitzeschild mit dem Fallschirm. Der Hauptfallschirm mit 8,3 Metern Durchmesser öffnet sich.  
  • 11:17 Huygens beginnt mit der Übertragung an Cassini und trennt vorderen Hitzeschild ab. 160 Kilometer über der Oberfläche wird der vordere Hitzeschild abgetrennt.  42 Sekunden nach dem Öffnen des Pilotfallschirms werden kleine Bullaugen für Instrumente geöffnet, Masten werden ausgefahren um die Atmosphärenstrukturinstrumente der Luft auszusetzen. Eine Kamera wird das erste Panoramabild aufnehmen und die Aufnahmen während des gesamten Landeanflugs fortsetzen. Das Surface Science Package wird ebenfalls angeschaltet um atmosphärische Eigenschaften zu messen.  
  • 11:32 Hauptfallschirm wird abgetrennt und ein Windsackfallschirm wird entfaltet. Der Windsack hat einen Durchmesser von drei Metern. In diesem Bereich der Atmosphäre, etwa 125 Kilometer über der Oberfläche, würde der große Fallschirm die Sonde so sehr bremsen, dass die Batterien nicht für den gesamten Landeanflug ausreichen würden.  
  • 11.49 Oberflächennäherungssensor wird aktiviert. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Aktionen der Sonde mit Timern gesteuert. Ab einer Höhe von 60 Kilometern ist Huygens in der Lage, seine Höhe per Radar selbst zu bestimmen. Die Sonde wird seine Drehrate und Höhe kontinuierlich an die wissenschaftlichen Instrumente liefern. Alle folgenden Zeiten sind Näherungswerte.  
  • 11:56 Mögliche Vereisung auf der Sonde Die Sonde wurde so konstruiert, das sie mögliche Vereisungen in den kältesten Teilen der Titanatmosphäre aushalten kann.  
  • 12:57 Gas Chromatograph beginnt mit der Untersuchung der Atmosphäre. Dies ist das letzte der Huygens-Instrumente das vollständig aktiviert wird. Der Landeanflug wird etwa 137 Minuten dauern, plus oder minus 15 Minuten. Während des Abstiegs wird die Sonde sich 1-20 mal pro Minute drehen, so dass die Kamera und die Instrumente das gesamte Panorama untersuchen können.  
  • 13:30 Landekameralicht wird eingeschaltet. Nah an der Oberfläche wird Huygens ein Licht einschalten. Das Licht ist besonders wichtig für das Spektralradiometer, damit es die Zusammensetzung der Oberfläche untersuchen kann.  
  • 13:34 Landung. Die genaue Zeit kann um 15 Minuten abweichen, je nachdem wie Winde und Atmosphäre die Sonde beeinflussen. Huygens wird mit 5-6 Metern pro Sekunde auf die Oberfläche auftreffen. Huygens könnte auf hartem Untergrund wie Fels oder Eis oder auch auf einem Ethan-See landen. Das Surface Science Package wird jede Information aufnehmen, die in den drei geplanten Minuten, die der Sonde verbleiben, aufgenommen werden können.  
  • 15:44 Cassini beendet die Datenaufnahme von Huygens. Der Landeplatz von Huygens verschwindet hinter dem von Cassini aus sichtbaren Horizont. Cassini wird nach Signalen suchen, so lange es die kleinste Chance einer Übertragung gibt. Ist der Landeplatz einmal hinter dem Horizont verschwunden, besteht keine Möglichkeit mehr zur Datenübertragung. Die Arbeit von Huygens ist damit beendet.  
  • 16:24 Die ersten Daten könnten empfangen werden. Datenübertragung von Cassini zur Erde ist inzwischen Routine, aber für die Huygens-Mission wurden zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um sicherzustellen, dass keine Daten verloren gehen. Radioantennen auf der ganzen Welt werden „zuhören“, wie Cassini mehrfache Kopien der Huygens-Daten zur Erde funkt.  
Quelle: Raumfahrt24 zur Startseite...
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Informationsquellen
Webcam ESA Kontrollraum...(ESA)
Sonderseite Cassini-Huygens..(RN)
Der Lander Huygens...(RN)


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