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Ein Loch im Galaxiencluster
06. Januar 2005. Das Röntgenteleskop Chandra hat innerhalb des Galaxienclusters MS 0735.6+7421 zwei riesigen Blasen – jede misst 600 000 Lichtjahre im Durchmesser – entdeckt. Obwohl die Blasen wenig heiße Gase enthalten - der Grund warum sie sich von ihrer Umgebung unterscheiden und als Blasen bezeichnet werden – enthalten sie hochenergetische magnetisierte Elektronen, die Radiowellen ausstrahlen.


Der Galaxiencluster ist 2,6 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. ((Vergrößerung (60k)) ( (Quelle: Chandra)
Die Blasen liegen an entgegengesetzten Seiten einer großen Galaxie im Zentrum des Galaxienclusters. Deshalb nehmen Wissenschaftler an, dass eine von einem supermassivem Schwarzen Loch verursachte Explosion die Blasenstruktur erschaffen hat.

Die Größe der Explosion lässt vermuten, dass, während große Mengen von Gasen schnell in das Schwarze Loch gesogen wurden, starke elektromagnetische Felder entstanden, die einen Teil des Gases als energiereiche Jets nach außen schleuderten.

Während diese Jets in das mehrere Millionen Grad heiße intergalaktische Gas strömten, fegten sie die Gase zur Seite und ließen die Blasen entstehen. Die Masse des so hinweg gefegten Gases entspricht etwa einer Billion (!) Sonnenmassen, mehr als die Masse unserer Milchstraße.

Chandra hatte bereits früher Zeichen von ähnlichen Ausbrüchen gefunden, aber die Blasen im Cluster MS 0735 sind bei weitem die größten. Um eine solche Explosion zu generieren, muss das Schwarze Loch 300 Millionen Sonnenmassen Gas während der letzten 100 Millionen Jahre verschlungen haben.
Quelle: Chandra zur Startseite...
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