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Einschlag ausgeschlossen
03. Januar 2005, Ingo Froeschmann. Astronomen haben die Möglichkeit eines Einschlags des Asteroiden 2004 MN4 für den April 2029 ausgeschlossen. Zwischenzeitlich war der Asteroid auf der zehnstufigen Torino-Skala mit einer vier bewertet worden.


Die Grafik zeigt die Bahnpostionen der Erde und des Asteroiden am 13. April 2029. Die Entfernung beträgt etwa 63 000 Kilometer (Quelle: NASA)
Wissenschaftler vom Spacewatch Observatory in der Nähe von Tuscon, Arizona, durchforsteten ältere Beobachtungen und fanden einige Aufnahmen von MN4, die im März 2004 aufgenommen worden waren. Das gab den Wissenschaftlern genügend Datenmaterial um die Bahn des Asteroiden neu zu berechnen und eine Gefahr vorerst auszuschließen.

Während der vergangenen Woche gab es eine Reihe voneinander unabhängiger Anstrengungen, ältere Aufnahmen von MN4 zu finden. Jeff Larsen und Anne Descour vom Spacewatch Observatory hatten schließlich Glück und fanden ihn auf Bildern vom 15. März 2004. Damit verlängerte sich die Beobachtungszeit um drei Monate, wodurch ein Zusammenprall mit der Erde am 13. April 2029 (es wäre ein Freitag gewesen) ausgeschlossen werden konnte.

Wie es häufig der Fall ist, kann die Möglichkeit zukünftiger Einschläge erdnaher Objekte ausgeschlossen werden, bis die Unsicherheiten über ihre Bahnen ausgeräumt sind, was entweder durch weitere Positionsbestimmungen oder wie in diesem Fall durch die Entdeckung älterer, bisher unbeachteter Daten geschehen kann. Die neu berechneten Daten zeigen nun, dass der Asteroid im Jahr 2029 weder mit dem Mond noch mit der Erde zusammenstoßen wird.

Das Diagramm zeigt am Ende der blauen Linie die wahrscheinlichste Position des Asteroiden am 13. April 2029. Da die Position des Asteroiden noch nicht exakt bestimmt werden kann, zeigt die weiße Linie andere mögliche Positionen an. Weder die wahrscheinliche, noch andere mögliche Positionen gefährden die Erde, womit ein Einschlag ausgeschlossen werden kann.

Der nahe Vorbeiflug an der Erde ändert jedoch die zukünftige Flugbahn des Asteroiden MN4 und erhöht damit die Bahnunsicherheit in Bezug auf zukünftige Vorbeiflüge. Die Bewegung des Asteroiden nach 2029 ist also schwieriger zu berechnen als die Bewegung zuvor. Die derzeitige Risikoanalyse für 2004 MN4 deutet aber darauf hin, dass es keine weiteren gefährlich nahen Vorbeiflüge im 21. Jahrhundert geben wird.
Quelle: NASA Pressemitteilung zur Startseite...
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