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Saturnsystem wird durch Eis angetrieben
18. Dezember 2004, Frank Erhardt. Nach einer neuen Untersuchung unter Verwendung der Instrumente der Sonde Cassini sind Eispartikel die Hauptursache des sich ständig verändernden Saturnpanoramas.

Eine Cassini Aufnahme der Saturnringe vom 14. Dezember 2004(Quelle: NASA)
Professor Larry Esposito vom Laboratory for Atmospheric and Space Physics sagt, das Daten des Ultraviolet Imaging Spectrometer (UVIS), darauf hindeuten, dass der größte Teil des Saturnsystems mit Eis und Molekülen, die sich von Wasser ableiten, angefüllt ist.

Esposito sagt, dass Wasserstoff- und Sauerstoffatome weit verbreitet sind in dem Planetensystem, das sich Millionen von Kilometern über Saturn hinaus ausdehnt. Forscher sehen große Fluktuationen der Sauerstoffmenge im Saturnsystem, sagt er.

"Eine mögliche Erklärung für diese Fluktuationen beim Sauerstoff sei, dass kleine, bislang nicht bemerkte Eismonde mit Saturn´s E-Ring kollidierten," sagt Esposito. "Die Kollisionen haben eventuell kleine Eiskörnchen produziert, die Sauerstoffatome hervorgebracht haben, als sie mit geladenen Teilchen in Saturn´s Magnetosphäre kollidierten. UVIS ist in der Lage diese glühenden Atome zu identifizieren."

Saturn's Ringteilchen wurden eventuell aus reinem Eis gebildet, sagt Esposito. Aber sie waren seitdem einem ständigen Bombardement von Meteoriten ausgesetzt, die das Eis kontaminiert haben und die Ringe dadurch verdunkelten.

Mit der Zeit hat das ständige Bombardement mit Meteoriten das dreckige Material weit in den Ringteilchen verstreut. Aber anstelle einer gleichmäßigen Verdunkelung zeichnet das UVIS Instrument "radiale Unterschiede" auf, die hellere und dunklere Bänder in den einzelnen Ringen zeigen.

"Die Beweise deuten darauf hin , dass in den letzten 10 - 100 Millionen Jahren wahrscheinlich neues Material zum Ringsystem hinzugefügt wurde," sagt er. Das Forscherteam hat vorgeschlagen, dass solche "Erneuerungs-Ereignisse" von der Zersplitterung kleiner Monde stammen, jeder wahrscheinlich 20 Kilometer im Durchmesser.

"Der Inhalt der winzigen Monde, die vor einer Verunreinigung geschützt waren, weil sie ständig mit sich selber kollidierten, ist die Quelle von reinem Wassereis," sagt er. "Beides, die Fluktuation beim Sauerstoff und die spektrale Variation in den Saturn-Ringen, unterstützen ein Modell der Ringgeschichte, in dem kleine Monde ständig zerstört wurden, und dadurch neue Ringe produzierten."

Die Eiskörnchen die durch die ständigen Kollisionen hervorgebracht wurden, werden in Saturns Strahlungsgürtel "gebadet" und setzen die Sauerstoffatome frei, die von UVIS im Ultravioletten beobachtet werden können, weil sie Sonnenlicht in der großen Wolke die Saturn umgibt, reflektieren, sagt Esposito.  
Übersetzung: Frank Erhardt Science@NASA Deutsche Version
Quelle: University of Colorado zur Startseite...
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