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Deep Impact ist startklar
15.Dezember 2004, Ingo Froeschmann. Die letzten Vorbereitungen des für den 12. Januar 2005 anberaumten Starts der Kometensonde Deep Impact laufen. Die Mission ist eine sechs Monate lange und 431 Millionen Kilometer lange Reise ohne Rückkehr zum Kometen Temple 1.

Künstlerische Darstellung des Einschlags und der Sonde Vergrößerung (74k) (Quelle: NASA/JPL)
Am Ziel angekommen, wird Deep Impact ein Geschoss in den Weg des Kometen bringen, das dann bei einer Geschwindigkeit von 37 000 Kilometern mit diesem zusammenstoßen wird.

„In nur sechs Monaten von Florida bis zur Oberfläche eines Kometen, das ist für eine Deep Space Mission fast schon so etwas wie sofortige Belohnung,“ freut sich Rick Grammier, Projektmanager für Deep Impact am Jet Propulsion Laboratory. „Das wird eine aufregende Mission, und wir können alle dem Höhepunkt zusehen, wenn Deep Impact am 4. Juli (dem amerikanischen Nationalfeiertag) ein himmlisches Feuerwerk veranstaltet.“

Das Feuerwerk wird von einer einen Kubikmeter großen Sonde verursacht, die so gebaut ist, dass sie sich beim Aufschlag zerstört und einen Krater von etwa der Größe des römischen Kolosseums hinterlässt. Vor, während und nach dem Aufschlag wird die 372-Kilogramm Sonde wird der sechs Kilometer große Kometenkern von der Muttersonde fotografiert und untersucht.

„Wir werden das Ganze mit der besten Kamera aufnehmen die wir im Weltraum haben,“ sagt Astronomie Professor Michael A’Hearn von der University of Maryland. „Wir wissen so wenig über die Zusammensetzung von Kometenkernen, dass wir außergewöhnliches Gerät benutzen um das Ereignis festzuhalten, ganz egal wie der Aufprall am Ende aussieht.“

Bilder und andere Daten von den Deep Impact Geräten werden über die Antennen des Deep Space Networks zur Erde gefunkt, sie werden aber nicht die einzigen Beobachter sein. Die Weltraumteleskope Chandra, Hubble und Spitzer werden das Ereignis aus dem Orbit beobachten. Einige Hundert Kilometer weitere unten werden professionelle und Amateurastronomen ebenfalls in der Lage sein, zu erkennen, wie Material aus dem künstlichen Krater des Kometen geschleudert wird.

Deep Impact wird uns einen Blick unter die Oberfläche des Planeten werfen lassen, wo Material aus der Frühzeit unseres Sonnensystems noch relativ jungfräulich vorhanden ist. Beteiligte Wissenschaftler sind zuversichtlich, dass die Mission grundlegende Fragen der Entstehung des Sonnensystems beantworten kann.

Mit einer Endgeschwindigkeit von 37 000 Kilometern in der Stunde, was wird aus dem Kometen wenn die waschmaschinengroße Sonde eingeschlagen hat? Der Missionswissenschaftler Don Yeoman beantwortet die Frage so: „Das ist das astronomische Äquivalent einer Boeing 767, die mit einer Mücke zusammenstößt. Die Bahn des Kometen wird nicht messbar verändert. Der Komet Temple 1 stellt weder vor noch nach dem Zusammenprall eine Gefahr für die Erde dar.  
Quelle: NASA/JPL zur Startseite...
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Copyright 2004 Raumfahrt24.de Herausgeber: Ingo Froeschmann