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Die Kanäle des Reull Vallis
09. Dezember 2004, Frank Erhardt. Dieses Bild, aufgenommen mit der High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord von ESA´s Mars Express Raumschiff, zeigt das Gebiet des Reull Vallis in der südlichen Hemisphäre des Mars.

Vergrößerung (796k) (Quelle: ESA)
Das Bild zeigt ein Gebiet bei etwa 42° südlicher Breite und 102° östlicher Länge. Es wurde während des 451. Orbits, im Mai 2004 aufgenommen und zeigt eine Auflösung von etwa 21 Meter pro Bildpunkt.

Reull Vallis ist ein Abflusskanal der sich über 1.500 Kilometer, über Promethei Terra, in Richtung des Hellas Basin , ausdehnt. Er ist etwa 20 Kilometer breit und bis zu 1.800 Meter tief. Dies ist ein Haupt-Abflusskanal in diesem Gebiet, welches ein hohes Maß an Oberflächenveränderungen aufzeigt, was auf eine komplexe Entwicklung hindeutet.

In diesem Bild erstreckt sich Reull Vallis vom Osten in Richtung Nord-West und ist verbunden mit einem Nebenarm im Süden (Teviot Vallis). In den Kanälen sind deutlich parallele Strukturen zu erkennen, die möglicherweise durch Gletscherbewegungen von losen Ablagerungen vermischt mit Eis, verursacht wurden. Kleine Vertiefungen wurden eventuell durch die Sublimierung von Eis verursacht.

Zahlreiche Einschlagkrater die man auf den Rändern der Täler erkennen kann, wurden mit Material von diesen Abflüssen aufgefüllt. Beispielsweise kann man im 15 Kilometer breiten Krater im Westen (unten), eindeutig Anzeichen für diesen Fluss erkennen.

Es existiert eine klare morphologische Trennung zwischen dem stark erodierten Süd-Westen und den Ebenen im Nord-Osten, die wesentlich weniger erodiert sind. Obwohl die meisten Strukturen eine abgerundete, weiche Erscheinung zeigen, besitzen jüngere Strukturen eine scharfe und gewachsene Morphologie.

Auf den südlichen und westlichen Rändern des Bildes sind große Einschlagskrater sichtbar. Ihr Durchmesser reicht von 15 - 35 Kilometer. Diese Krater besitzen stark erodierte Kanten und sind teilweise mit Material aufgefüllt. Erosionen haben eindeutige, verzweigte Rinnensysteme bei den Rändern des großen Kraters, den man am südlichen Rand des Bildes sieht, hinterlassen.
Übersetzung: Frank Erhardt Science@NASA Deutsche Version
Quelle: ESA zur Startseite...
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