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Bremer Fallturm in Betrieb genommen
02. Dezember 2004, BMBF. In Bremen wurde der neue Katapult des Bremer Fallturms offiziell in Betrieb genommen. Mit diesem Katapult verdoppelt sich die zur Verfügung stehende Schwerelosigkeit.

Ansicht des Bremer Fallturms bei Tag. Weitere Bilder und Infos finden Sie unter www.fallturm.de (Quelle: fallturm.de)
Bremen hat sich dauerhaft als europäischer Spitzenplatz für die Raumfahrt etabliert. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sagte dem Standort die Unterstützung der Bundesregierung zu. "Die Raumfahrt schafft zukunftssichere Arbeitsplätze in der Region Bremen", sagte sie am Donnerstag in Bremen anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Katapultes im Bremer Fallturm. Es verdoppelt die Zeit für erdgebundene Experimente unter Schwerelosigkeit. "In Bremen bestehen damit weltweit einzigartige Möglichkeiten für die kostengünstige Forschung unter Weltraumbedingungen", sagte die Ministerin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) habe in den Bau und Betrieb des Fallturms seit 1990 rund 45 Millionen Euro investiert.

Der 146 Meter hohe Fallturm ist eine in Europa einzigartige Einrichtung des Zentrums für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Universität Bremen. Mit dem neuen Katapult wird eine bis zu 500 Kilogramm schwere Kapseln aus einem Raum unterhalb des Turms mit einer Geschwindigkeit von rund 170 Kilometer pro Stunde in die Höhe geschossen und stürzt dann nach unten. Mit dem Katapult erhöht sich die Zeit der Schwerelosigkeit von bisher 4,7 Sekunden auf 9 Sekunden. Seit 1990 wurden am Fallturm mehr als 4000mal Experimentkapseln abgeworfen. Sie dienen der Grundlagenforschung in Bereichen wie der Materialforschung, Physik oder Biologie. Der größte Teil der Experimente wird vom BMBF finanziert.

Bulmahn bezeichnete den Bremer Fallturm als wichtige Ergänzung der Forschung unter Bedingungen der Schwerelosigkeit bei Parabelflügen in Flugzeugen, mit Forschungsraketen oder auf der Internationalen Raumstation ISS. "Bremen ist fest eingebunden in die nationale Raumfahrtstrategie der Bundesregierung." So seien vom Nationalen Weltraumprogramm (rund 145 Millionen Euro) im Jahr 2004 fast zehn Prozent (13,4 Millionen Euro) in Bremen investiert worden. Zugleich habe das Land von Mitteln aus dem Budget der Europäischen Weltraumagentur ESA profitiert, die an die Firma EADS geflossen seien.
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Startseite...
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