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Der erste Weltraumrat ebnet den Weg für eine europäisches Weltraumprogramm
28. November 2004, Ingo Froeschmann. Der erste europäische Weltraumrat („Space Council“) tagte am 25. November 2004 in Brüssel. Für europäische Initiativen im Weltraum war dies ein wichtiger politischer Meilenstein, der den Ministern aus den 27 Staaten der Europäischer Union (EU) und/oder der Europäischen Weltraumagentur (ESA) eine erste Gelegenheit gab, gemeinsam die Entwicklung eines europaweiten Weltraumprogramms zu diskutieren.

ESA Generaldirektor Jean-Jacques Dordain übereicht EU Kommissionsmitglied Günter Verheugen zum Anlass der Gründung des Weltraumrats eine EU Flagge, die im April 2004 an Bord einer Sojus-Rakete in den Weltraum geflogen war (Vergrößerung 1782k) (Quelle: NASA)
Der Vertrag über die europäische Verfassung, unterzeichnet am 29. Oktober von den Staats- und Regierungschefs der Länder der Europäischen Union, bezeichnet den „Weltraum“ erstmalig als ein Gebiet gemeinsamer Kompetenz der Union. Der Weltraumrat bestätigt die Bedeutung des Weltraums für eine Reihe von europäischen Initiativen.

In dem Treffen vom 25. November bestätigten die Minister, dass es essenziell sei, die verfügbaren Ressourcen effizient und effektiv zu nutzen, so das die Bereitstellung von weltraumgestützten Diensten und der notwendigen Infrastruktur die Nachfrage der Nutzer, also Europäischer Union und Mitgliedstaaten, decken kann und dem Allgemeinwohl der Bürger Europas dient. Die Minister vereinbarten zusätzlich, dass der einzigartige Stellenwert des Weltraumsektors eine angemessenen Industriepolitik und die Aufmerksamkeit Behörden benötigt

Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn und derzeitige Vorsitzende des ESA Rates auf Ministerebene, sagte: „Diese Treffen war für die europäischen Ambitionen im Weltraum ein großer Schritt nach vorn. Europa muss seine Anstrengungen bündeln, um das Potenzial seiner Raumfahrttechnologien besser für das Wohl seiner Bürger nutzen zu können. Das Europäische Weltraumprogramm wird die Rolle Europas in diesem wirtschaftlich und politisch wichtigem Sektor deutlich stärken.“

ESA Generaldirektor Jean-Jacques Dordain sagte: „Die Europäische Weltraumorganisation hat langjährige Erfahrung bei der Erfüllung der Wünsche der Bürger Europas. Wir sind bereit die neue Herausforderung anzunehmen die das neue Weltraumprogramm an uns stellen wird.

Das europäische Weltraumprogramm, dessen Konzept Ende 2005 fertig sein soll, wird eine gemeinsame und flexible Plattform für alle Aktivitäten und Maßnahmen von Europäischer Gemeinschaft, ESA und nationalen Mitgliedsorganisationen bilden, um die übergeordneten Ziele des Europäischen Weltraumpolitik zu erreichen.

Für das Frühjahr 2005 ist ein zweites Treffen des Weltraumrats geplant, bei dem die Steuerungsprinzipien und Prioritäten, die Rollen und Aufgaben aller Beteiligten sowie eine zukünftige Industriepolitik definiert werden.
Quelle: ESA zur Startseite...
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