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Neue Bilder des Planeten Uranus
12.November 2004, Ingo Froeschmann. Die mit dem Keck Observatorium auf Hawaii durchgeführte Beobachtung des Planeten Uranus erstaunt die Fachleute. Die Aufnahmen zeigen mehr Details als Aufnahmen vom Hubble Space Telescope.

(Quelle: Keck, Imke de Pater, Heidi Hammel and Sarah Gibbard)
Zwei unabhängig voneinander arbeitende Teams aus Berkeley und Wisconsin haben Fortschritte in adaptiver Optik benutzt, um neue Entdeckungen über die Atmosphäre des Planeten und sein Ringsystem zu machen. Die Ergebnisse sind eine beeindruckende Bestätigung der Möglichkeiten der Beobachtung durch bodengestützte Teleskope. Studien über äußere Planeten konnten in der Vergangenheit nur mit weltraumgestützten Teleskopen durchgeführt werden.

Die neuen Bilder des Uranus zeigen den Planeten wie er sich dem Equinox (Tag- und Nachtgleiche) auf der südlichen Halbkugel nähert, das im Jahr 2007 stattfindet (Die Länge des Uranus-Jahres beträgt 84 Erdjahre). Die beiden Teams benutzen Filter im Infrarotbereich um Ring- und Atmosphärendetails zu studieren, die deutlich durch die adaptive Optik von Keck verbessert wurden.

„Viele Leute denken, dass die Atmosphäre des Uranus relativ inaktiv ist, die Bilder zeigen jedoch das Uranus einem vielleicht sogar dramatischen Wandel unterworfen ist,“ sagt Imke de Pater, Professorin für Astronomie an der University of California in Berkeley und Leiterin ihres Teams. „Die Ursachen kennen wir noch nicht. Die Zeit wird es uns zeigen.“


Vergrößerung (449k) (Quelle: Lawrence Sromovsky, University of Wisconsin-Madison/ W. M. Keck Observatory)
Spätere Beobachtungen wurden von einem Team der University of Wisconsin durchgeführt und zu einem zusammengesetzten Bild verarbeitet. Hier erscheinen die obersten Wolkenschichten  weiß, die mittleren hellgrün und die unteren in einem dunkleren blau. Die Farben die gewählt wurden um die Wolken, die für das menschliche Auge normalerweise nicht sichtbar sind, haben zur Folge, dass das Ringsystem des Planeten rot erscheint, was ein Nebeneffekt des Prozesses war. Die oberen Wolken sind in der nördlichen Hemisphere des Planeten häufiger.  
Quelle: Keck News Release zur Startseite...
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