Startseite Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt
Cassini-Huygens
Übersicht

Raumfahrt24
Newsletter bestellen





Huygens: Der Tag des Eintauchens
4. November 2004, von Frank Erhardt. Wenn ESA´s Huygens Sonde am 14. Januar 2005 in die Atmosphäre des Titan abtaucht, werden Teleskope auf der ganzen Welt diese entfernte Welt beobachten.

Künstlerische Darstellung der Eintauchphase (Quelle: ESA)
Die Beobachtung des Titan von der Erde aus, wir dabei helfen, die globalen Bedingungen der Atmosphäre, während Huygens durch ein kleines Stückchen davon fliegt, zu verstehen. Während Huygens nach unten fliegt, werden die Instrumente und Kameras der Sonde vitale Informationen über Atmosphäre und Oberfläche aufzeichnen.

Das Cassini Raumschiff wird mithören, damit es die Resultate dann später zur Erde übertragen kann. Cassini ist aber nicht in der Lage, Titan mit seinen Kameras auch gleichzeitig zu beobachten. Also versuchen Teleskope auf der Erde diesen Job zu übernehmen.

Die Teleskope die sich um den Pazifischen Ozean herum befinden werden dazu benutzt, weil Titan zu dieser Zeit in ihrem Blickfeld sein wird. Eine Beobachtung aus dem Weltraum, mit dem Hubble Space Telekop, ist ebenfalls geplant.

Die aufregendste Möglichkeit ist die, dass die Beobachtungen eventuell einen kleinen, hellen Fleck zeigen, in dem Moment wenn Huygens in die Atmosphäre eintritt.

Dieser Lichtpunkt wird der "Feuerball" sein, der durch die Reibung erzeugt wird, wenn die Sonde durch die dichteren Teile der Atmosphäre des Mondes rast. Das Raumschiff wird über den Himmel des Titan fliegen, wie ein riesiger Meteor.

Auch wenn die Chancen gering sind den schwachen Feuerball zu sehen, liegt der beste Beobachtungspunkt zufällig an der gleichen Stelle, an der sich das weltgrößte Einzelteleskop befindet: das 10 Meter Keck Teleskop. Dieses wird sich im Moment des Eintauchens der Sonde, in direkter Sichtlinie mit Titan befinden.

Zusätzlich zu den optischen Teleskopen wird es ein Team von Radioteleskopastronomen in der ganzen Welt geben, die die schwachen Radiosignale der Huygens Sonde aufzeichnen. Wenn sie diesen schwachen Anruf hören, werden sie in einigen Wochen, nachdem alle Daten der Sonde ausgewertet wurden, in der Lage sein, den exakten Landepunkt von Huygens auf der Oberfläche zu bestimmen.

Jean-Pierre Lebreton, Huygens Projektwissenschaftler, wird sich während des Eintauchens in ESA´s European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt aufhalten. Wie jeder Astronom weiß, können Landeanflüge auf Planeten ein riskantes Vorhaben sein. Die Vorbereitungen auf den Tag des Eintauchens laufen jedoch gut, sagt Lebreton und fügt hinzu, "Wir haben keine Zeit um nervös zu sein. Es gibt einfach zu viel zu tun."
Übersetzung: Frank Erhardt Science@NASA Deutsche Version
Quelle: ESA zur Startseite...
tägliche Raumfahrt NewsNewsletter bestellen



Copyright 2004 Raumfahrt24.de Herausgeber: Ingo Froeschmann