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Beagle 2 hatte einfach nicht genug Geld um erfolgreich zu sein
3. November 2004, von Frank Erhardt. Diese Untersuchung hatte es zum Ziel aufzuzeigen, wie die Englische Regierung das Beagle 2 Konsortium bei der Entwicklung eines Landers für ESA´s Mars Express Mission unterstützte, und welche Implikationen dieses Projekt auf den zukünftigen Umgang mit Weltraummissionen hat.

Der Lander Beagle 2 kurz nach der Trennung von Muttersonde Mars Express (Künstlerische Darstellung) (Quelle: ESA)
Wir haben herausgefunden, dass die Regierung beneidenswert enthusiastisch an dieses aufregende, aber riskante, Projekt herangegangen war. Sie war jedoch nicht in der Lage auf einen relativ plötzlichen Notfall zu reagieren und die für die schnelle Entwicklung notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen. Aufgrund dieser Tatsache konnte das Projekt nicht rechtzeitig mit der Entwicklungs- und Testphase beginnen, mit der Konsequenz, dass die Chancen auf einen Erfolg dadurch sanken. Wir haben daher Verbesserungen, in der Fähigkeit der Regierung, finanzielle Mittel auch kurzfristig zur Verfügung zu stellen, gefordert.

Die Entscheidung, dass der Lander unabhängig vom Orbiter entwickelt werden sollte, hat sich als nachweislich falsch herausgestellt. Dies reduzierte die Möglichkeit eines flexiblen und koordinierten Managements der Mission. Es führte auch zu Spannungen zwischen dem Beagle 2 Konsortium, der ESA und anderen Vertragsnehmern, die sich noch verstärkten, als technische Schwierigkeiten mit dem Lander bei einigen Abteilungen der ESA Zweifel über die Zuverlässigkeit des Landers aufkommen ließen. Die Entscheidung war gemäß den existierenden ESA Richtlinien. Noch einmal verstärkt wurden diese Probleme, als die Englische Seite forderte, dass ganz klar zu unterscheiden sein müsse, dass das Lander Projekt Britisch ist, und einer Abneigung der ESA Mitgliedsstaaten, finanzielle Verantwortungen für das von England geleitete Projekt zu übernehmen. Diese Probleme dürfen in zukünftigen, ESA geleiteten Missionen, nicht mehr auftauchen.

Wir haben herausgefunden, dass beide, die ESA und England, keinen ausreichenden Überblick über das Beagle 2 Projekt hatten. Wann immer Schwierigkeiten im Projekt auftauchten, haben die Parteien verspätet darauf reagiert mehr Sicherheit für das finanzielle Management zu fordern, und versäumten es zudem noch die wichtigsten Schwächen in der Mission den richtigen Stellen zuzuweisen.

Das Beagle 2 Projekt hatte, neben der Suche nach Leben auf dem Mars, noch weitere Ziele. Technologien die von den Englischen Teams entwickelt wurden, waren auch für Anwendungen in anderen Bereichen, wie etwa der Medizin, geeignet. Das Beagle 2 Projekt hat England zudem in eine starke Position gebracht, um an zukünftigen ESA Weltraummissionen teilzunehmen. Diese Nutzen sollten nicht weggeworfen werden.
Übersetzung: Frank Erhardt Science@NASA Deutsche Version
Quelle: UK Parliament zur Startseite...
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