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US Senat könnte Raumfahrttourismus bremsen
14.Oktober 2004. Ein neues Gesetz, mit dem Ziel die entstehende private Raumfahrtindustrie zu regulieren, die gerade in diesen Wochen durch den erfolgreichen Gewinn des X-Prize gestärkt wurde, ist zur Zeit im Senat blockiert, weil sich die Parteien nicht einig sind, wie viel Sicherheit sie den zukünftigen Raumfahrern garantieren sollen.
Gesetzgebung
Weltraumtourismus an der Schwelle zur Realität (Quelle: XPrize.org)
Sprecher der Industrie und einige Gesetzgeber sind der Ansicht, dass Abenteurer die sechsstellige Beträge für ihren Ausflug ins All zu zahlen bereit sind, dies auch auf ihr eigenes Risiko hin tun, gleich dem Piloten des SpaceShipOne der in der vergangenen Woche über der Mojave Wüste 10 Millionen Dollar gewann.

„Die Regulierung einer erprobten Technologie dient der Wahrung der öffentlichen Sicherheit, dagegen ist die Regulierung auf einem Entwicklungsgebiet wie der kommerziellen Raumfahrt  ein Todesstoß für die beteiligten Unternehmen,“ sagt Senatsmitglied Dana Rohrabacher, Fürsprecherin des Commercial Space Launch Amendmends Act of 2004, der im März im Repräsentantenhaus verabschiedet wurde.

Ein Wirtschaftssausschuß des Senats hat jedoch eine geänderte Version für den Senat vorgestellt, in der auch die Sicherheit von Besatzung und Passagieren gefordert wird. Die aktuelle Gesetzgebung der kommerziellen Raumfahrt schützt nur den öffentlichen Besitz und die Gesundheit der Bevölkerung, sowie die nationale Sicherheit und außenpolitische Interessen.

Rohrabacher und Vertreter der Industrie sagen, dass es nicht möglich ist bis zum Jahr 2007 Raketenflugzeuge zu bauen, die die Sicherheit der Passagiere garantieren. Einige Senatoren hatten daraufhin weitere Fragen und es kam nicht zu einer Abstimmung über das Gesetz.

„Sie verändern das Gesetz dahingehend, dass es jetzt die Aufgabe der Regierung ist, die Insassen zu schützen. Und das ist zu diesem Zeitpunkt einfach nicht möglich,“ sagt James Muncy von PoliSpace, einer Beraterfirma die mit den privaten Raumfahrtfirmen zusammen  arbeitet.

Vertreter von Senat und Repräsentantenhaus drückten ihre Hoffnung aus,  in der kommenden Woche weitere Verhandlungen führen zu können um die Differenzen zu schlichten, damit sie ein Gesetz entwerfen können das im November verabschiedet werden kann.

Ein Sprecher des Senats sagt, er wolle die Sicherheit der Passagiere erhöhen, ohne die Freiheit der Unternehmer zu sehr einzuschränken.

Es gibt bereits Gesetze die kommerzielle Unternehmungen wie zum Beispiel Satellitenstarts regeln, aber es gibt bislang keine Regelungen für kommerzielle bemannte Raumfahrtunternehmen. Rohrabachers Gesetzeseingabe würde die Aufsicht in die Hände des Office of Commercial Space Transportation legen, das Teil der Federal Aviation Administration, also der Luftfahrtbehörde ist.

Das Gesetz würde dieser Behörde das Recht geben, auch experimentelle Flüge zu genehmigen, was schneller gehen würde als offizielle Lizenzen. Training der Passagiere und Besatzung sind weiterhin erforderlich, wie auch eine medizinische Untersuchung. Natürlich würden die Touristen auch über die Risiken informiert werden, aber sowas steht ja heute schon wie selbstverständlich auf jeder Zigarettenschachtel.


Quelle: Space.com zur Übersicht...

Copyright 2004 Raumfahrt24.de Herausgeber: Ingo Froeschmann