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Private Raumfahrt auf der Suche nach Investoren
13.Oktober 2004. 20 Millionen Dollar von Milliardär Paul Allen haben es Burt Rutan ermöglicht SpaceShipOne zu bauen, die erste private bemannte Weltraumrakete. In Oklahoma war eine Steuergutschrift der Startschuss für Rocketplane Ltd. und den Bau einer eigenen wiederverwendbaren Rakete für bemannte Flüge. Xcor Aerospace in Kalifornien bemüht sich um Regierungsaufträge für ähnliche Technologien die dann für bemannte Raumfahrt abgewandelt werden können.
Finanzierung
SpacShipOne, Gewinner des X-Prize (Quelle: Scaled Composites)
Diese unterschiedlichen Finanzkonzepte der am privaten Weltraumrennen beteiligten Unternehmer waren eines der Themen auf der diesjährigen Konferenz der Space Frontier Foundation, einer Gruppe die den Zugang zum Weltraum privatisieren möchte.

„Es gibt nichts typisches,“ sagt der Präsident von Xcor, Jeff Greason, in einem Interview. „Jedes Mitglied dieser Industrie ist seine eigenen Wege gegangen.“ Die drei dramatischen Flüge von SpaceShipOne in den letzten Monaten haben der Industrie Aufmerksamkeit gebracht und die Teilnehmer der diesjährigen Konferenz sind besonders optimistisch.

Aber Investitionen sind immer noch mit Fragezeichen versehen. „Ich denke , dass wir einen großen Schritt gemacht haben,“ sagt Greason, „aber es gibt noch viele Hindernisse zu überwinden. Immerhin ist das Profil der Industrie geschärft, und jetzt denken die Menschen vielleicht etwas anders über sie.“

Eine Podiumsdiskussion befasste sich mit Investitionen in diese „alternative Raumfahrtunternehmen“. Dort wurde die Rolle von reichen Mäzenen als vorteilhaft gesehen. „Andere Unternehmer sehen das und folgen den ersten Schritten dieser Vordenker,“ sagt John Spencer, Präsident der Space Tourism Society.

Es gebe auch gute statistische Argumente um die private Raumfahrt zu fördern. Millionen von Menschen besuchen jährlich das Smithsonian National Air and Space Museum, die NASA Kennedy und Johnson Space Center sowie Planetarien oder Space Camps. Auch der Zuspruch zum Thema Weltraum in Fernsehen, Büchern oder im Internet ist groß.

Aber auch die finanzielle von Milliardären kann nicht die gesamte notwendige Entwicklung unterstützen, sagt Thomas Olson, Leiter des Colony Fund, eines Investmentfonds der sich auf Raumfahrt spezialisiert. „Die Öffentlichkeit ist jetzt in der Lage, mit kleinen Beträgen in einem großen Portfolio an der Entwicklung teilhaben. Das Risiko ist zwar hoch, aber auch die möglichen Erträge sind auf lange Sicht gesehen sehr attraktiv.“

Der erste Colony Fond wird ein 500 Millionen Dollar Fond sein. Angesichts der anstehenden Aufgaben sei das zwar nicht viel, aber es dürfte ein SpaceShipOne der Finanzmärkte sein, dem andere folgen werden

Walt Anderson, der Präsident des Unternehmens für Luftfahrttechnologie, Orbital Recovery Corp., und Gründer eines Wagniskapitalfonds sieht positive und negative Entwicklungen. „Es war ein ziemlich guter Monat für unser Unternehmen, denn wenn alle Deine Freunde glauben, dass Du verrückt bist und es keine private Raumfahrt gibt, dann konnte man in diesen Wochen die Abendnachrichten sehen und feststellen, dass es doch etwas private Raumfahrt gibt.“ Aber er warnte die neuen Unternehmen auch vor dem weltweiten Wettbewerb, insbesondere weil die US Regierung Restriktionen bei der Verwendung der Technologie ausübt. „Europa hat die gleichen Gesetze aber einen wesentlich pragmatischeren, realistischeren Ansatz.

Andserson betonte, dass die Besten nicht länger automatisch in die USA kämen um dort in der Raumfahrtindustrie zu arbeiten. „Wir müssen bedenken, dass, obwohl  die Vereinigten Staaten viel  Technologie entwickelt haben, sie vielleicht nicht für immer im Zentrum der Raumfahrt stehen werden.“  


Quelle: Space.com zur Übersicht...

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