Startseite Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt
Planet Mars
Übersicht






Mars Rover Spirit Missionsstatus
6.Oktober 2004. Techniker des Mars Rover Exploration Teams untersuchen mögliche Gründe und Lösungen für ein Steuerungsproblem am Rover Spirit.
Spiritbild
Bild von der aktuellen Umgebung des Rovers Spirit (Quelle: NASA)
Das für die Steuerungsmotoren zuständige Relais von Spirits rechtem Vorder- und linkem Hinterrad reagierten am 1. Oktober nicht wie vorgesehen auf Kommandos. Jedes der Vorder- und Hinterräder des Rovers hat einen Steuerungsmotor, der die Richtung der Räder einstellt, unabhängig von einem anderen Motor der die Räder antreibt. Wenn der Richtungsmotor nicht benutzt wird, werden die elektrischen Relais geschlossen und der Motor fungiert als Bremse um ungewollte Richtungswechsel zu verhindern.

Die Techniker haben heute (5. Oktober 2004) die Ergebnisse einiger Relais Tests erhalten. „Wir untersuchen die Daten und planen zusätzliche Tests,“ sagte Rick Welch, Rover Missionsmanager für das NASA Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Kalifornien. „Wir hoffen eine Abhilfe schaffen zu können, falls das Problem weiter bestehen bleibt.“

Spirit und sein Zwilling Opportunity hatten ihre primären Missionsziele nach drei Monaten im April erreicht. Auch die fünfmonatigen Sekundärziele wurden im September erreicht. Die zweite Verlängerung der Mission begann am 1. Oktober. Spirit hat bereits 3,6 Kilometer zurückgelegt, das ist bereits sechs Mal weiter als vorgesehen. Er klettert zur Zeit in ein höheres Gelände, die Columbia Hills. Rover Projekt Manager Jim Erickson sagt: „Wenn wir keine andere Lösung finden, dann könnten wir die Bremsen lösen indem wir die Sicherung, die die Relais kontrolliert, durchbrennen lassen, aber dann wären die Bremsen für den Rest der Mission nicht mehr verfügbar.“ Ohne die Steuerungsbremsen könnten kleine Löcher oder Unebenheiten im Boden ein Rad von der geplanten Richtung abweichen lassen.

„Wenn wir die Bremsen deaktivieren könnte sich die Zahl der Richtungsfehler erhöhen. Trotz allem könnten die Abweichungen aber durch die Verwendung der intakten linken Vorder- und rechten Hinterbremse minimiert werden, wenn gleichzeitig kürzere Strecken gefahren werden und ein korrigierendes Software Patch geladen wird,“ sagt Erickson. Die Techniker denken nicht, dass das derzeitige Problem mit der erhöhten Reibung im Antriebsmotor, die im Sommer entdeckt wurde, zusammenhängt, schließlich handelt es sich um einen separaten Motor.

In der Zwischenzeit benutzt das Team den Roboterarm und die Kamera um Felsen und Boden in der Umgebung zu studieren ohne den Rover zu bewegen bis die Ursachen geklärt und korrigiert sind.  
Quelle: NASA zur Startseite...



Copyright 2004 Raumfahrt24.de Herausgeber: Ingo Froeschmann