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Wie Mars sein Wasser verloren haben könnte
27.September 2004, von Frank Erhardt. Aktuelle Resultate vom ASPERA-3 Instrument an Bord von Mars Express bestätigen, dass in der Marsatmosphäre ein sehr effizienter Prozess abläuft, der den Verlust von Wasser erklären könnte. Es wird angenommen, dass Wasser auf dem roten Planeten einst reichlich vorhanden war. Professor Rickard Lundin, Leiter des ASPERA-3 Teams, beschreibt diese Entdeckung in einem Artikel, veröffentlicht in der letzten Ausgabe des Magazins "Science".
Mars Express
Künstlerische Darstellung des Mars Express im Marsorbit (Quelle: ESA)
Mars wird von einer Flut geladener Partikel, die von der Sonne stammen und allgemein als "Sonnenwind" bezeichnet werden, bombardiert. Dieser Sonnenwind setzt sich aus Elektronen und Alpha-Teilchen zusammen. Der "Sonnenwind" erodiert die Marsatmosphäre und es wird angenommen, dass er einen grossen Anteil des Wassers, das vor 3.8 Milliarden Jahren auf dem Planeten vorhanden war, weggefegt hat. Geologische Beweise, wie sie kürzlich durch Bilder der High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord von Mars Express gemacht wurden, indizieren dass Wasser geflossen ist und sogar ein Ozean in der nördlichen Hemisphäre die Marsoberfläche geformt hat.

Heute existiert immer noch Wasser auf dem Roten Planeten, aber weniger als in der Vergangenheit. Beobachtungen, die früher in diesem Jahr mit dem OMEGA Instrument von Mars Express gemacht wurden, zeigten, dass Mars beträchtliche Flächen von beständigem Wasser-Eis hat, die sich von seinem Südpol aus ausdehnen.

Das ASPERA-3 Instrument an Bord von Mars Express zielt darauf ab, die Frage zu beantworten, ob Wechselwirkungen mit dem Sonnenwind und der oberen Marsatmosphäre für die Wasserentleerung verantwortlich sind. Es misst einen Prozess, genannt "Sonnenwind Ausstossungen", oder das langsame und "unsichtbare" Entweichen von flüchtigen Gasen und flüssigen Komponenten, welche die Atmosphäre und Hydrosphäre des Planeten ausmachen. Mit einem Plasma-Spektrometer und einem speziellen Bildgeber um energetisch neutrale Atome zu erfassen, unternimmt ASPERA-3 globale und gleichzeitige Messungen des Sonnenwindes, dem Zustrom von energiereichen Partikeln und auch des "Planetarischen Winds", welcher der Abfluss von Partikeln aus der Marsatmosphäre und Ionosphäre ist.

Aspera-3 hat gezeigt, dass der Sonnenwind durch die Ionosphäre hindurchdringt und sehr tief hinein in die Marsatmosphäre, hinunter bis auf eine Höhe von 270 Kilometern. Dies scheint der Grund für den sich beschleunigenden Prozess zu sein, der den Verlust der Marsatmosphäre auslöst.
Übersetzung: Frank Erhardt Science@NASA Deutsche Version
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